Solingen und Leverkusen: Städtische Kliniken können fusionieren

Solingen und Leverkusen: Städtische Kliniken können fusionieren

  • Klinikverbund Leverkusen / Solingen in den Startlöchern
  • Beteiligungsausschuss Solingen stimmt zu
  • Mitarbeiter hatten zuvor protestiert

Das städtische Krankenhaus Solingen kann einen Klinikverbund mit Leverkusen eingehen. Der Solinger Beteiligungsausschuss hat am Mittwochabend (09.07.2019) grünes Licht gegeben. Heute (10.07.2019) sollen weitere Einzelheiten bekannt gegeben werden.

ver.di hatte zuvor protestiert

Beschäftigte des Solinger Krankenhauses hatten noch am Mittwochnachmittag gegen die Pläne protestiert. Sie fürchten sich vor Ausgliederungen bestimmter Bereiche, etwa von Wäscherei und Radiologie. Die betroffenen Mitarbeiter bekämen laut der Gewerkschaft ver.di womöglich deutlich niedrigere Löhne. Falls die Menschen dann aufstocken müssten, würde dies laut ver.di die Solinger Stadtkasse belasten.

In der vergangenen Woche hatte Leverkusen die Verhandlungen über einen Klinikverbund auf Eis gelegt, weil es in Solingen nach Ansicht der Leverkusener Verantwortlichen zuviel Widerstand gegen die Pläne gab.

Holding soll Geld sparen

Die beiden Krankenhäuser sollen nach dem Willen externer Gutachter als Holding mit gleichen Rechten der Beteiligten geführt werden. Dabei blieben beide Häuser selbstständig, würden aber gemeinsam verwaltet. Sechs Millionen Euro mehr pro Jahr sehen die Gutachter durch den Verbund langfristig auf der Habenseite der Städte. Knapp drei Millionen Euro sollten jedes Jahr unter anderem mit medizinischen Schwerpunktzentren erwirtschaftet werden – etwa in der Onkologie.

Stand: 10.07.2019, 13:12