Radweg in Erftstadt liefert Solarstrom

Radweg in Erftstadt liefert Solarstrom

  • Solarzellen auf Radweg erzeugen Strom
  • Bruch- und rutschfeste Solarzellen
  • Test auf Alltagstauglichkeit beginnt

In Erftstadt ist am Montag (12.11.2018) Deutschlands erster Solarradweg eröffnet worden. Statt auf Asphalt fahren die Fahrräder über Solarzellen. Der erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist. Zur Eröffnung war Bundesumweltministerin Svenja Schulze nach Erftstadt gekommen.

Solarzellen auf Radweg

Die Idee für den Solarradweg hatte Donald Müller-Judex von der Berliner Firma Solmove. Vor neun Jahren suchte er im Allgäu Flächen für Photovoltaikanlagen. "Da alle geeigneten Dächer besetzt waren, kam mir die Idee, die Straßen zu nutzen", sagt Müller-Judex.

Strom für Einfamilienhäuser

Gemeinsam mit verschiedenen Forschungspartnern, wie der RWTH Aachen wurden stabile, bruch- und rutschfeste Solarmodule entwickelt. Diese wurden wie Fliesen verlegt. In Erftstadt ist auf diese Weise ein 90 Meter langer Radweg entstanden. "Auf der Fläche von 240 Quadratmetern wird bei normalem Sonnenschein Strom für bis zu vier Einfamilienhäuser erzeugt", so Müller-Judex. Und einen Winterdienst braucht der Radweg auch nicht, Schnee und Eis werden abgetaut.

Test auf 90 Meter langem Weg

Erster Solarradweg Deutschlands in Erftstadt

Solarfliesen liefern Strom

Eine normale Straße koste Geld, eine Solarstraße verdiene Geld - so wirbt die Firma Solmove. Nach Abzug der Investitionskosten seien das fünf bis acht Euro pro Quadratmeter und Jahr, rechnet das Unternehmen vor. 

Die Solarmodule können laut Unternehmen auch auf Auffahrten, Parkplätzen, Seitenstreifen und sogar zwischen Bahngleisen verlegt werden. Der Strom wird dann am Rand der Module gesammelt und ins öffentliche Netz eingespeist. Nun wird in Erftstadt die Alltagstauglichkeit der Solarmodule getestet werden.

Solaranlagen - Strom vom Balkon Servicezeit 14.05.2019 04:35 Min. UT Verfügbar bis 14.05.2020 WDR Von Michael Bisping

Stand: 12.11.2018, 15:31