Fünf Personen in Warnwesten setzen den ersten Spatenstich, umgeben von weißen RWE-Logos auf blauem Grund

Baubeginn des Solarparks am Tagebau Inden

Stand: 26.04.2022, 15:38 Uhr

Am nördlichen Rand des Tagebaus entsteht ein riesiger Solarpark. 11 Millionen Euro investiert das Energieunternehmen RWE in die Anlage für regenerative Energie.

Von Helga Hermanns

Aus der Tiefe des Tagebaus Inden wird noch Braunkohle gefördert. Aus dem neuen Solarpark soll ab Juli regenerativer Strom ins Netz fließen. Am Dienstag war offizieller Baustart für die 26.000 Solarmodule. Sie werden hier von einer niederländische Firma aus Kerkrade bis Juli errichtet. Der 1,4 Kilometer lange und 100 Meter breite Streifen ist rekultiviertes Gebiet. Da die Fläche bei Inden-Viehöven unmittelbar am Tagebau brach liegt, will der Energiekonzern RWE den Bereich sinnvoll nutzen. Elf Millionen Euro werden in das Projekt investiert.

Ein Gigawatt grüner Strom in NRW

Der Solarpark soll wegweisend sein für das Engagement des Energiekonzerns im Strukturwandel. Sichtbar wird das nicht nur am Tagebau Inden, sondern auch ein Stück weiter auf Eschweiler Stadtgebiet, wo ein Windpark von RWE seit Jahren Strom liefert. Ziel des Unternehmens ist eine Stromleistung von einem Gigawatt aus erneuerbaren Energien in ganz NRW.

Intelligente Zwischennutzung der Tagebauflächen

Die aktuelle politische Situation zeige, wie problematisch die Abhängigkeit von Energielieferungen aus Russland sei, sagte der Kreis Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn heute beim offiziellen Spatenstich. Deshalb sei der Ausbau von erneuerbaren Energien im gesamten Rheinischen Revier der richtige Schritt.

Freifläche, auf der der Solarpark entstehen soll

Für die Menschen im Umfeld der Tagebaue sei der Solarpark ein Zeichen, dass intelligente Lösungen für eine Zwischennutzung der Tagebau-Freiflächen möglich ist, betonte der Indener Bürgermeister Stefan Pfennings. Und der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Indeland, Jens Bröker, findet es wichtig, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit eine nachhaltige Zukunft für künftige Generationen gestaltet wird.

Weitere Projekte auch in Hambach und Garzweiler

Der Solarpark am Tagebau Inden ist der Auftakt für weitere Projekte, kündigte RWE an. Denn sobald Wasser für den künftigen See in den Tagebau fließt, sollen auch schwimmende Solarmodule eingesetzt werden. Und auch an den Tagebau-Freiflächen von Garzweiler und Hambach sollen Windparks und Solaranlagen grünen Strom erzeugen.

Spatenstich für Indeland-Solarpark

00:44 Min. Verfügbar bis 26.04.2023