Archäologischer Sensationsfund in Rheinbach

Das Skelett wurde in einem Stück aus dem Boden gehoben.

Archäologischer Sensationsfund in Rheinbach

Von Lina Einenkel

  • 4.500 Jahre altes Skelett gefunden
  • Fund stammt aus der Frühsteinzeit
  • Knochen werden jetzt im LVR-LandesMuseum Bonn untersucht

Archäologen haben auf dem Wolbersacker in Rheinbach ein 4.500 Jahre altes Skelett gefunden - bereits vor einem Jahr, am Montag (28.01.2019) ist der Fund aber erst bekannt geworden. Mittlerweile haben die Archäologen die Knochen geborgen und untersuchen sie im LVR-LandesMuseum Bonn.

Nur einen Meter unter der Erdoberfläche haben die Archäologen das 4.500 Jahre alte Skelett gefunden. Das LVR-LandesMuseum spricht von einem „ganz besonderen Glücksfall“. Die gefundenen Knochen seien das erste komplett erhaltene Skelett aus der Jungsteinzeit, das im Rheinland gefunden wurde.

Grabbeilagen neben dem Skelett

Seitlich und mit angewinkelten Knien liegt die Person in ihrem Grab. Neben dem Skelett haben die Archäologen noch einen Becher und zwei Steinwerkzeuge gefunden. Entdeckt wurde das Skelett bereits im Januar vergangenen Jahres. Aus Angst vor „Hobbyarchäologen“ haben die Verantwortlichen den Fund aber geheim gehalten.

Skelett mit Erdblock ins Museum geliefert

Gemeinsame Besprechung vor der freigelegten Grabungsfläche.

Gemeinsame Besprechung vor der freigelegten Grabungsfläche.

Das Skelett sei so gut erhalten, dass sich das LVR-LandesMuseum dazu entschlossen hat, nicht nur die Knochen, sondern das gesamte Grab zu bergen. Bei der sogenannten Blockbergung haben die Archäologen einen großer Erdblock aus dem Boden geschnitten. Darin die Knochen und die Grabbeilagen.

Geschlecht der Person steht noch nicht fest

Experten untersuchen jetzt die Knochen im LVR-LandesMuseum auf das Alter, Größe und den Gesundheitszustand der verstorbenen Person. Auch das Geschlecht ist noch offen.

In zwei Jahren werden die Knochen dann als Teil einer Dauerausstellung über die Geschichte des Rheinlands gezeigt.

Stand: 29.01.2019, 15:15