Skateboarder stirbt bei Sturz auf Balkantrasse

Tödlicher Skateboard-Unfall auf der Balkantrasse bei Burscheid Lokalzeit Bergisches Land 28.06.2021 02:21 Min. Verfügbar bis 29.06.2022 WDR Von Christian Licht

Skateboarder stirbt bei Sturz auf Balkantrasse

Auf einem Rad- und Wanderweg in Burscheid ist ein 44 Jahre alter Skateboarder gestürzt und noch an der Unfallstelle an seinen schweren Kopfverletzungen gestorben.

Der Mann aus Langenfeld sei am Samstagabend (27.06.2021) mit einer Gruppe anderer Skateboarder und BMX-Fahrer unterwegs gewesen, teilte die Polizei des Rheinisch-Bergischen Kreises am Sonntag mit.

Unfall bei Überholmanöver

Nach ersten Erkenntnissen habe der Skateboarder einen Radfahrer überholen wollen. Dabei verlor er aus zunächst ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Skateboard. Er sei trotz Erster Hilfe durch Passanten noch an der Unfallstelle gestorben.

Ein Radwanderweg führt unter einer Brücke hindurch

Beliebte Balkantrasse

Die Balkantrasse ist bei Radfahrern, Joggern und Inlineskatern in der Region sehr beliebt, auch wegen des leichten Gefälles. Die ehemalige Bahnstrecke verbindet Opladen und Remscheid-Lennep und ist überwiegend asphaltiert.

Erste Hilfe: Was ist zu tun?

Zwei Hände üben an einer Puppe die Herzdruck-Massage

Erste Hilfe: Jeder kann Leben retten

Viele Menschen sind unsicher, wenn sie Zeuge eines Unfalls werden oder einen verletzten Menschen auffinden. Doch jeder kann helfen. Das Rote Kreuz hat dazu noch einmal zusammengefasst, wie Passanten sich verhalten können. So solle man den Betroffenen immer ansprechen und anfassen, um das Bewusstsein zu überprüfen. Hebt sich der Brustkorb? Sind Atemgeräusche vorhanden? Ist ein Luftstrom fühlbar? Wer einen Verletzten findet, ruft den Notruf 112 und bleibt bis zum Eintreffen der Rettungsdienste an der Unfallstelle - auch um den Betroffenen zu beruhigen.

Atmet ein Unfallopfer nicht mehr und muss wiederbelebt werden, muss es schnell gehen. Doch nur in 15 Prozent der Fälle beginnen Laien in Deutchland mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Diese Zahl hat die Deutsche Gesellschaft für Intensivmedizin veröffentlicht. So funktioniert die Herzdruckmassage:

  • Neben dem Betroffenen in Höhe des Brustkorbs knien
  • Den Ballen einer Hand auf der Mitte des Brustkorbs platzieren
  • Den Ballen der anderen Hand auf die erste Hand aufsetzen
  • Die Arme des Helfers sind gestreckt und der Brustkorb wird senkrecht von oben durch Gewichtsverlagerung des eigenen Oberkörpers 30 x mindestens fünf bis maximal sechs Zentimerter tief eingedrückt. Die richtige Frequenz liegt bei 100- bis 120-Mal Drücken pro Minute. Um sie einzuhalten hilft es, wenn Sie im Kopf still den Pop-Hit "Stayin’ Alive" mitsingen.

Rettungsdienste wie das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter oder der Malteser Hilfsdienst bieten regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse an.

Stand: 28.06.2021, 17:03