Signalkrebs bedroht heimische Krebse im Rheinland

Ein Mensch hält einen jungen Signalkrebs in der Hand

Signalkrebs bedroht heimische Krebse im Rheinland

Von Celina de Cuveland

  • Signalkrebse stammen aus Amerika
  • Enheimische Krebse in Flüssen stark bedroht
  • Biologen kämpfen gegen Verbreitung des Exoten

Eine eingeschleppte, amerikanische Krebsart bedroht zunehmend den heimischen Edelkrebs in Flüssen und Bächen im Rheinland. Darauf weist das Umweltamt der Stadt Köln am Montag (05.08.2019) hin. Der Edelkrebs stehe auf der Roten Liste der bedrohten Arten, sagt Thorsten Florin-Bisschopnick vom Umweltamt der Stadt Köln.

Edelkrebs in Gefahr - Invasive Krebse im Briloner See

WDR 5 Leonardo Top Themen 05.05.2017 05:45 Min. Verfügbar bis 04.05.2022 WDR 5

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Signalkrebse sind größer als einheimische Krebse

Der amerikanische Krebs überträgt eine Krankheit, die Krebspest, die für den amerikanischen Krebs ungefährlich ist, aber für die im Rheinland heimischen Edelkrebse zum Tod führt. Der Signalkrebs sei stärker und größer als der heimische Edelkrebs und verdränge diesen so aus seinem Lebensraum. Die Exemplare, die sich als erste in den 1960er Jahren in Deutschland angesiedelt haben, sollen aus privaten Aquarien oder Zuchtstationen entkommen oder sogar ausgesetzt worden sein.

Sperren sollen eine Verbreitung der Tiere aufhalten

"Der Signalkrebs frisst mehr und das heißt, sobald die Tiere in einem Geässer aufeinander treffen, stirbt der heimischer Edelkrebs dort aus", sagt Thorsten Florin-Bisschopnick. Zum Schutz des heimischen Krebses haben die Biologen Krebssperren in Bächen wie dem Eggerbach in Köln-Mehrheim aufgebaut, die das Ausbreiten des amerikanischen Krebses verhindern.

Stand: 05.08.2019, 14:06