Kölner Karneval: Vorbereitungen für den Ausnahmezustand

Kölner Karneval: Vorbereitungen für den Ausnahmezustand

Von Jochen Hilgers

  • 1.700 Notrufe an Weiberfastnacht erwartet
  • Keine Drängelgitter
  • 700 mobile Toilettenanlagen

Nicht nur die Kölner Feuerwehr steht an Karneval vor der einsatzreichsten Zeit des Jahres. Auch der Leiter der Feuerwehr, Christian Miller, erwartet 70 Prozent mehr Notrufe als an normalen Tagen - da sind es rund 1.000 Notrufe. Bis zu 400 Feuerwehrleute werden an den Haupttagen im Einsatz sein.  Es gibt über die Stadt verteilt 26 Notfall-Hilfsstellen. Mobile Einsatztrupps sind auf den Straßen unterwegs, um dort schnell reagieren zu können und zum Beispiel Rettungswagen den Weg freimachen zu können.

40 Streetworker unterwegs

In weiten Teilen der Innenstadt dürfen zeitweise keine Lastwagen fahren. In der Altstadt und im Kwartier Lateng herrscht Glas- und Flaschenverbot. Zur Betreuung von jungen Jecken werden insgesamt 40 Streetworker unterwegs sein. Sie findet man unter anderem an zwei festen Standorten am Fischmarkt in der Altstadt und an der Roonstrasse nahe des Zülpicher Platzes.

Wildpinkeln kostet bis 200 Euro

Die mehr als 200 Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden von weiteren 400 Sicherheitsleuten unterstützt. Drängelgitter vor Kneipen wird es nicht geben, das stellte Ordnungsamtsleiter Wolfgang Büscher nochmals klar. Die würden eine Gefahr darstellen und müssten umgehend entfernt werden. Wildpinkler müssen mit bis zu 200 Euro Bußgeld rechnen. Es werden 700 zusätzliche mobile Toiletten-Anlagen aufgestellt.

Polizei kündigt verstärkte Verkehrskontrollen an

An den Karnevalstagen wird die Polizei verstärkt nach Alkoholsündern hinterm Steuer suchen. "Wer sich betrunken ans Steuer setzt, spielt mit seinem und mit dem Leben anderer Menschen", teilte Innenminister Herbert Reul (CDU) mit. Im vergangenen Jahr hätten sich zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch im Land 97 alkoholbedingte Unfälle ereignet. Ein Mensch sei dabei gestorben, 22 wurden verletzt. Knapp 30.000 Autofahrer seien 2019 kontrolliert worden.

Pferde-und Reiter-Kontrollen

Im Rosenmontagszug wird es umfangreiche Pferde- und Reiter-Kontrollen geben. Dazu wird es mindestens 50 stichprobenartige Blutproben bei Pferden geben, die klären sollen, ob ihnen unerlaubte Substanzen gespritzt wurden. Bei Reitern wird es Gewichtskontrollen geben, denn sie dürfen nur 20 Prozent des Pferdegewichts wiegen.

Präventionsprojekt "Edelgard" gegen sexuelle Übergriffe Frau tv 13.02.2020 02:59 Min. UT Verfügbar bis 13.02.2021 WDR Von Franziska Hilfenhaus

Stand: 17.02.2020, 13:13

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