Sperrung in Köln: Sanierung der Stadtarchiv-Einsturzstelle startet

Eine Frau steht mit einem Fahrrad vor einer Straße, die von einem Bauzaun versperrt ist

Sperrung in Köln: Sanierung der Stadtarchiv-Einsturzstelle startet

Der nördliche Teil der Severinstraße mitten in Köln ist für ein Jahr gesperrt. Weder Autos und Linienbusse noch Radfahrer dürfen durch. Lediglich Fußgänger können die Baustelle passieren. Doch Viele ignorieren die Umleitungsschilder oder lassen sich vom Navi in die Sackgasse leiten.

Und so wenden viele Autofahrer und suchen sich ihren Weg. Zahlreiche Radfahrer dagegen ignorieren die Absperrung und fahren auf dem Fußgängerweg weiter. Immer wieder wird es jedoch sehr eng, wenn sich Radfahrer und Fußgänger begegnen.

Umleitung nicht ausreichend beschildert?

Der ADFC bemängelt, dass die Beschilderung nicht ausreichend sei. Die Stadt solle in den ersten Tagen Lotsen an die Straße stellen, die den Radfahrern die Umleitungsstrecken zeigen. Auch für Autofahrer und die Buslinien 106 und 132 heißt es nun, ein Jahr lang eine längere Strecke um die Baustelle fahren.

Vorbereitende Arbeiten haben begonnen

An der Einsturzstelle wird die Sanierung der Baugrube vorbereitet. Zunächst erneuern Arbeiter die Baugrubenumschließung, dann wird eine drei Meter hohe Lärmschutzwand aufgestellt. Sie soll Anwohner sowie Schülerinnen und Schüler des benachbarten Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums vor Baulärm schützen.

KVB rechnen mit sechs Jahren Bauzeit

Einsturzstelle des Historischen Archivs der Stadtt Köln

Die Einsturzstelle des Historischen Archivs der Stadt Köln

Schließlich wird eine alte über die Baugrube führende Brücke abgerissen und neu gebaut. Diese Arbeiten sollen etwa ein Jahr dauern, teilen die Kölner Verkehrsbetriebe mit. Anschließend soll mit der eigentlichen Sanierung begonnen werden. Die KVB rechnen mit sechs Jahren Bauzeit. Ende 2027, Anfang 2028 könnten dann die ersten Stadtbahnen durch den Tunnel fahren.

Archiv-Einsturz im Jahr 2009

Das Kölner Stadtarchiv war im März 2009 bei U-Bahnbauarbeiten in eine riesige unterirdische Baugrube gestürzt und hatte zwei Nachbarhäuser mit in die Tiefe gerissen. Dabei starben zwei junge Männer.

Stand: 03.11.2020, 12:45