Wegen Corona: Viele Einschränkungen für Erstsemester an den Unis

Universität zu Köln

Wegen Corona: Viele Einschränkungen für Erstsemester an den Unis

Für viele tausend Erstsemester haben am Montag die Vorlesungen an den Universitäten begonnen. Wegen der Corona-Pandemie ist der Semesterstart allerdings anders als in den Vorjahren.

Die Studierenden dürfen die Unis nicht betreten. Vorlesungen finden digital statt, nur zu Exkursionen, Praktika oder Labortätigkeiten dürfen die Studierenden unter Berücksichtigung der Hygieneregeln in die Universität. Die obligatorischen Kennenlern-Veranstaltungen fallen für die Erstsemester damit aus.

Schriftzug der RWTH Aachen

Die RWTH in Aachen

Es gilt eine Maskenpflicht in allen Lehr- und Prüfungsveranstaltungen im Präsenzbetrieb mit Ausnahme von schriftlichen Prüfungen, also den Klausuren. Das ist auch an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) der Fall. Auch die Sportstätten der Unis sind betroffen: Das Hochspulsportzentrum der RWTH bietet beispielsweise ein eingeschränktes Sportprogramm unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln an. Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster hat alle Freizeit-, Kultur- und Sportangebote abgesagt.

10.000 Erstsemester an Kölner Uni erleben digitalen Start

Auch an der Kölner Universität fällt der Studienstart für die Erstsemester in diesem Jahr wegen des Coronavirus mau aus. Dort nehmen fast 10.000 Erstsemester ihr Studium auf. Eigentlich ist der Start ins Studium immer ein besonderer Tag für sie. Die Kölner Uni begrüßt sie feierlich. Und damit sich die Neuen zurechtfinden, kümmern sich ältere Studierende um sie: Erklären, wo welches Gebäude ist oder wo es preiswert Kaffee gibt. All das darf aber wegen der Corona-Pandemie jetzt nicht stattfinden.

Uni Münster: Ankunft der Erstis

Die Ankunft der Erstsemester an der Uni in Münster

An den Unis Duisburg Essen und in Münster findet die Orientierungswoche für die Erstsemester auch digital statt. In Videokonferenzen können sich die Erstsemester mit ausreichend Abstand beschnuppern und auch ihre Professoren kennenlernen.

Neues Hörsaalzentrum der Uni Siegen geht an den Start

An der Uni Siegen sollen zum Beispiel bei Versuchen in Chemie bis zu 50 Studierende dabei sein können. An den Start geht heute außerdem das neue Hörsaalzentrum im Siegener Karstadtgebäude. Zwei kleine Hörsäle mit rund 200 Plätzen, ein großer mit 600, sieben Seminarräume und ein Konferenzzimmer stehen nach zwei Jahren Bauzeit zusätzlich am Campus Unteres Schloss zur Verfügung. Bis zu 1350 Studierende könnten hier gleichzeitig Veranstaltungen besuchen.

Auch Musikstudenten stehen vor Herausforderungen

Studentin und Student der Musikhochschule Köln an der Geige

Studentin und Student der Musikhochschule Köln an der Geige

Auch Studierende der Musikwissenschaften haben es in diesem Semester schwer: Wegen der Corona-Pandemie können beispielsweise die 1600 Studierenden der Kölner Hochschule für Musik und Tanz praktisch kaum unter normalen Bedingungen üben. Denn die Köln Musikstudenten und ihre Dozenten müssen Abstand halten, Gesangsübungen sind zum Beispiel wegen der Verbreitung von Aerosolen stark eingeschränkt. Es bleiben oft nur Videoschalten per Internet. Aber die sind für Musiker denkbar ungeeignet, schließlich kommt es bei ihnen ganz besonders auf die Tonqualität an. Und die ist bei vielen Videoübertragungen bestenfalls mäßig.

Die Universitäten sind mindestens bis Ende November nahezu verwaist, alle Lehrveranstaltungen finden digital statt. Für die Erstsemester ist das ein schwerer Start, sie lernen sich untereinander nicht kennen und haben wenig Kontakt zu den Professoren.

Stand: 02.11.2020, 08:53