Remscheider Riesenseeadler "Grobi" floh vor Krähen

Riesenseeadler Grobi isst einen Fisch

Remscheider Riesenseeadler "Grobi" floh vor Krähen

  • Riesenseeadler sind schnell nervös
  • Suche über Aufruf im Internet
  • Grobi hat mehrere Tage nichts gefressen

Riesenseeadler Grobi ist ein eindrucksvolles Tier: ein riesiger, spitzer Schnabel, knapp 2,5 Meter Flügelspannweite. In der freien Natur jagen seine Artgenossen kleine Delphine, Seehunde oder Füchse.

Doch mutig ist Grobi deswegen nicht: am letzten Dienstag (2.4.2019) verschwand er bei einer Flugübung aus der Falknerei Bergisch Land in Remscheid. Nicht, weil er wirklich in die Freiheit fliehen wollte , sondern weil Krähen Grobi geärgert hatten.

Seeadler werden schnell nervös

Riesenseeadler Grobi isst einen Fisch

Falknerin Carola Schossow mit Grobi.

"Adler sind sehr nervöse und scheue Tiere", sagt Falknerin Carola Schossow. "Die Tiere wissen nicht, wie stark sie sind". Für die Falknerin ist das auch ein Glück. Würde Grobi sie angreifen, wären die Folgen verheerend. Einmal hat ein Adler der Falknerin die Nase gebrochen. "Aber das war aus Versehen", sagt Carola Schossow.

Das Bergische Land auf Adler-Suche

Nach Grobis Flucht startet die Falknerin sofort einen Aufruf im Internet. Und überall im Bergischen gingen die Menschen auf Adlersuche. Am Freitag (5.4.2019) meldete sich eine Bekannte: der Adler war in Burscheid gesichtet worden.

Nach ein paar Stunden hatte Carola Schossow ihren Adler dann wieder. Sie ist sicher: "Er hat meine Stimme erkannt". Und natürlich den Fisch in ihrer Tasche gerochen. Denn gefressen hatte Grobi während seiner Flucht wahrscheinlich nichts.

Stand: 08.04.2019, 18:42