Bonner Landgericht: Acht Jahre wegen Raubes von 100 Euro

Justizia

Bonner Landgericht: Acht Jahre wegen Raubes von 100 Euro

Das Bonner Landgericht hat am Mittwoch (06.12.17) einen 43-jährigen Schwerverbrecher erneut wegen einer besonders brutalen räuberischen Erpressung zu acht Jahren Haft verurteilt.

Wegen seiner Gefährlichkeit wurde darüber hinaus ein zweites Mal die Sicherungsverwahrung angeordnet. Der Angeklagte hatte nach Verbüßung von fast 13 Jahren im Gefängnis und trotz anstehender Sicherungsverwahrung erstmals Hafturlaub bekommen, um in einer Bäckerei zu arbeiten.

Zwei Gutachter hatten zuvor die Lockerung der Haft befürwortet. Der Angeklagte hatte im Gefängnis eine Bäckerlehre gemacht und sich auch sonst unauffällig benommen.

Boutique überfallen

Während des Hafturlaubs jedoch hatte er - nachdem er die Stelle verloren und Geld für Drogen brauchte - die Inhaberin einer Boutique in Bad Honnef überfallen. Dabei schlug er der 49-Jährigen sofort mit der Waffe auf den Kopf und forderte Geld.

Obwohl die Schwerverletzte ihm ihr Portemonnaie mit 100 Euro gegeben hatte, verließ er das Geschäft nicht, sondern bedrängte sie, so dass sie zudem Angst hatte, vergewaltigt zu werden. Durch heftigen Widerstand gelang es ihr, sich aus den Fängen des Räubers zu befreien.

Für Brutalität bekannt

Bereits bei den alten Raubüberfällen war aufgefallen, dass der Angeklagte mit aller Brutalität auf die Opfer eingeschlagen und anschließend erst Geld gefordert hatte. Insgesamt hat er bereits 19 Jahre im Gefängnis gesessen.

Stand: 06.12.2017, 16:29