Schwermetalle auf Kölner Spielplätzen gefunden

Spielplatz in Köln mit Geräten

Schwermetalle auf Kölner Spielplätzen gefunden

Von Udo Bühlmann

  • Grenzwerte für Blei im Boden überschritten
  • Spielgeräte werden abgebaut
  • Kinder und Jugendliche sollen Plätze neu mitgestalten

Die Stadt Köln hat am Freitag (22.02.2019) Spielgeräte auf zwei Spielplätzen abgebaut. In den Böden der Freizeitanlage wurden hohe Schadstoffwerte festgestellt - vor allem Blei und andere Schwermetalle.

Die Spielplätze liegen im Kölner Stadtteil Altstadt-Süd in der Park- und Freizeitanlage am Rathenauplatz. In den oberen Schichten der Wege sind dort die Konzentrationen von Blei- und Schwermetallen zu hoch.

Nach Angaben der Stadt Köln liegen die Werte über den zulässigen Grenzen für Spielplätze. "Bei oraler Aufnahme des belasteten Materials kann die menschliche Gesundheit beeinflusst werden", warnt die Stadt Köln.

Geräte werden entfernt

Am Freitag sind deshalb die Spielgeräte auf einem der beiden Spielplätze abgebaut worden - am Montag werden die Geräte auf dem anderen Spielplatz abgebaut. Sie werden saniert und komplett neu gestaltet.

Spielplatz in Köln ohne Geräte

Sämtliche Spielgeräte wurden entfernt

Die restlichen Flächen stehen Parkbesuchern weiter zur Verfügung, schreibt die Stadt Köln. Der Grund: Die gemessenen Schadstoffwerte überschreiten zwar die Grenzen für Spielplätze, nicht aber die Grenzwerte für Park- und Freizeitanlagen. Andere Spielplätze in der Stadt werden nicht überprüft, weil sie nicht auf den belasteten Flächen stünden, sagte ein Sprecher der Stadt Köln.

Hinweise kamen von Anwohnern

Hinweise auf die verbaute und belastete Schlacke hatten Anwohner gemeldet. Die Stadt will Anfang April während einer Bürgerversammlung über die Situation informieren. Vor der Neugestaltung der Spielplätze sollen Kinder und Jugendliche an den Planungen beteiligt werden.

Stand: 22.03.2019, 14:21