Velbert: Mädchen kam Vergewaltiger auf die Spur

Am Parkbad in Velbert

Velbert: Mädchen kam Vergewaltiger auf die Spur

  • 13-Jährige fand Fotos der Peiniger auf Facebook
  • Trotz falschen Namens erkannt
  • Täter hatte Filmmitschnitt auf Handy

Die 13-Jährige kam den Tatverdächtigen selbst auf die Spur. "Das Mädchen hatte das Gefühl, einen Täter schon einmal irgendwo gesehen zu haben", sagte der Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft, Wolf-Timan Baumert am Freitag (13.06.2018). "Sie hat dann auf Facebook in allen möglichen Gruppen nach ihm gesucht und ist dabei fündig geworden."

Facebook-Account unter falschem Namen

Zwar habe der Schüler seinen Facebook-Account unter falschem Namen geführt, sein Foto sei aber an alle Streifenpolizisten in Velbert verteilt worden. "Dann hat es nicht lange gedauert, bis er einer Streife über den Weg lief", sagte Baumert. Seine Festnahme sei "ein Volltreffer" gewesen: "Er hatte sein Handy dabei, auf dem ein Filmmitschnitt des Verbrechens gespeichert war."

Jugendliche aus Bulgarien

Damit konnten dann auch die übrigen Verdächtigen im Umfeld des Jugendlichen ermittelt werden. Mindestens acht Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren sollen die 13-Jährige in ein Waldstück gezerrt und missbraucht haben, bis eine Passantin das Mädchen rettete. Alle Tatverdächtigen stammen aus Bulgarien.

Sechs Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Sechs Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Zwei weitere sollen sich mitsamt ihren Familien abgesetzt haben. Ihre Wohnungen seien leer. Die Beweislage ist nach Angaben der Ermittler erdrückend: Es gebe DNA-Spuren, Aussagen des Opfers, der Spaziergängerin und das beschlagnahmte Handy mit dem Film. Die Tat hatte sich bereits am Ende April ereignet.

Stand: 15.06.2018, 15:19