Des Kaisers alte Geweihe

Mehere Hirschgeweihe

Des Kaisers alte Geweihe

Eine historische Geweihsammlung aus der Kaiserzeit wurde am Mittwoch (11.07.2018) von der Stadt Schwelm an ein Museum in Brandenburg übergeben. Die Sammlung war im Haus Martfeld in Schwelm gefunden worden.

30 bis 40 Geweihe, alle über 120 Jahre alt, und ein ausgestopfter Elchkopf lagen auf dem Dachboden des Hauses Martfeld, als die Stadt das Anwesen in den 1950er Jahren einem Erben des Schlosses abkaufte. Ihre abenteuerliche Geschichte ist auch ein Stück Deutsche Geschichte: In Brandenburg sammelte Forstmeister Balduin von Hövel für Kaiser Wilhelm II besondere Geweihe. Das markanteste Stück: Ein ausgestopfter Elchkopf. Die Sammlung wurde mit dem Ende des Kaiserreichs weitgehend bedeutungslos.

Mehere Hirschgeweihe

Zum Ende des 2. Weltkriegs wurde sie vom Jagdhaus Schorfheide in Brandenburg nach Schwelm in das Haus Martfeld verbracht, um sie vor fremden Truppen in Sicherheit zu bringen. Und dort lagen die Geweihe jahrzehntelang unbeachtet - bis durch Zufall herauskam, was es mit ihnen auf sich hatte.

Die Sammlung geht jetzt an ihren Entstehungsort ins Museum Jagdhaus Schorfheide in Brandenburg als Dauerleihgabe zurück. Zwei Geweihe behält die Stadt zur Erinnerung.

Stand: 11.07.2018, 18:38