Schwelm: Asylbewerber schwer verletzt

Das Kreishaus in Schwelm von außen

Schwelm: Asylbewerber schwer verletzt

  • Asylbewerber am Kreishaus vier Meter in die Tiefe gestürzt
  • Keine Lebensgefahr
  • Algerier sollte abgeschoben werden

Am Kreishaus des Ennepe-Ruhr-Kreises in Schwelm ist am Dienstagnachmittag (19.03.2019) ein Asylbewerber schwer verletzt worden. Der 26-Jährige war in einer Zufahrt zum Kreishaus vier Meter in die Tiefe gestürzt.

Mann sollte abgeschoben werden

Nach Angaben des Kreises handelt es sich bei dem Mann um einen 26 Jahre alten Asylbewerber aus Algerien, der abgeschoben werden sollte. Zu dem Zeitpunkt des Zwischenfalls hatte er sich in Gewahrsam der Ausländerbehörde befunden. Am Kreishaus sei er aus einem Auto gesprungen, über einen Zaun geklettert und vier Meter tief in die Zufahrt gestürzt, so ein Sprecher.

Absicht des 26-Jährigen noch unklar

Die Polizei versucht jetzt zu ermitteln, ob der Mann vor der Abschiebung flüchten oder sich sogar etwas antun wollte. Ein Fremdverschulden schließt sie derzeit aus.

Algerier schon seit 2016 ausreisepflichtig

Der Asylbewerber gilt nach Angaben des Kreises schon seit 2016 als ausreisepflichtig. Er habe aber nicht abgeschoben werden können, weil er damals keine Papiere gehabt habe und untergetaucht sei. Da er jetzt wieder im Kreishaus erschienen war, sollte der Abschiebeprozess vorangetrieben werden. Dabei kam es zu dem Zwischenfall.

Stand: 20.03.2019, 10:58