Schweinekopf vor Moschee in Mönchengladbach

Das Gebäude des durchsuchten Moscheevereins in Mönchengladbach

Schweinekopf vor Moschee in Mönchengladbach

  • Schweinekopf auf Moscheegelände gefunden
  • Hakenkreuz an Wand gesprayt
  • Staatsschutz ermittelt

Ein Mitarbeiter hat am Dienstagmorgen (28.05.2019) auf einem Moschee-Gelände in Rheydt einen abgetrennten Schweinekopf gefunden. Das teilte die Polizei Mönchengladbach mit. Außerdem entdeckten Polizisten an der Wand eines Nebengebäudes ein aufgemaltes Hakenkreuz.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Hintergründe sind noch unklar. Da Schweine im Islam als unrein gelten, ist der Schweinekopf eine Beleidigung für Muslime.

Behörden hatten Moschee unter Beobachtung

Die Polizei hatte die Moschee in Mönchengladbach-Rheydt Ende 2018 wegen des Verdachtes auf Extremismus durchsucht. Das Landesinnenministerium in Düsseldorf urteilte damals, dass der Moscheeverein "nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden Anlaufstelle für zahlreiche Personen aus dem salafistischen und islamistischen Spektrum" sei.

Für die bekannten Prediger Sven Lau und Pierre Vogel herrscht zwar seit Jahren Hausverbot - offiziell verhängt durch den Moscheevorstand - allerdings hätten sich viele aus der Szene nach dem Scheitern eines salafistischen Vereins im Mönchengladbacher Norden umorientiert und kämen nun nach Rheydt, hieß es 2018.

Stand: 28.05.2019, 17:43