Nach Unfall: Schweine in Bonn ausgebrochen

Nach Unfall: Schweine in Bonn ausgebrochen

Im Bonner Stadtteil Castell ist am Mittwochmittag (23.01.2019) der Anhänger eines Schweinetransporters umgekippt. Das Unglück ereignete sich bei einem Wendemanöver. Das Deutsche Tierschutzbüro kritisiert solche Tiertransporte.

Nach dem Unfall eines Schweinetransporters im Bonner Norden fordern Tierschützer Konsequenzen. Sie sagen, die Fahrten seien für die Tiere eine Qual.

Platzmangel, Unterversorgung, keine Ruhepausen

Auf dem Weg zum Schlachthof, zur Aufzucht oder Mast würden regelmäßig Tiere schwer verletzt oder gar verenden, so das Deutsche Tierschutzbüro. Missstände bei Transporten seien allgegenwärtig. Außerdem würden die Laster immer häufiger verunglücken.

Die Feuerwehr versucht die entlaufenen Schweine durch improvisierte Barrieren einzufangen.

Gestern (23.01.2019) mussten einige der rund 80 Tiere von Polizei und Feuerwehr einfangen werden. Die anderen wurden von den Einsatzkräften aus dem Transporter geholt. Viele Tiere waren verletzt, einige so schwer, dass sie verendet sind oder eingeschläfert werden mussten.

Aufgrund des Einsatzes waren mehrere Straßen gesperrt, zeitweise konnten auch Straßenbahnen nicht fahren. Es dauerte etwa zwei Stunden, bis die Unfallstelle wieder freigegeben werden konnte.

Stand: 24.01.2019, 09:00