Wuppertaler Schwebebahn steht erneut

Geruest der Schwebebahn bei Abendstimmung

Wuppertaler Schwebebahn steht erneut

  • Schwebebahn fuhr eine Stunde nicht
  • Kein Funkkontakt zwischen Bahn und Leitstelle
  • Stadtwerke räumen Probleme mit neuem Betriebssystem ein

Erneut hat eine kaputte Schwebebahn den Schwebebahn-Verkehr am Donnerstagmorgen (10.10.2019) komplett lahmgelegt. Für etwa eine Stunde. Laut Wuppertaler Stadtwerke ist der Funkkontakt zwischen Bahn und Leitstelle ausgefallen. Die betroffene Bahn musste in die Werkstatt geschoben werden.

Erst gestern hatten die Stadtwerke Startprobleme mit dem neuen Betriebssystem eingeräumt. Dieses war vor einem Monat in Betrieb gegangen.

Im Laufe des Monats September sei es zwar besser geworden. Eine Vielzahl von Problemen führe aber noch immer dazu, dass Bahnen vorübergehend aus dem Linienverkehr genommen werden müssten, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Ulrich Jäger:

Räder, Heizungen, Klimaanlagen

"Die Räder (...) haben einen enorm hohen Verschleiß, wir wissen nicht, wo das her kommt. Das kann mit der Dynamik, mit dem Gewicht des Fahrzeugs zusammenhängen, das kann sein, dass das Material da irgendwie falsch ist."

Die Räder seien aber nur ein Beispiel, so Jäger. Auch Heizungen und Klimaanlagen liefen noch nicht störungsfrei, teils lösten sich Fußböden in den Bahnen ab.

Kurze Taktzeiten oft nicht einzuhalten

Es sei "ein Haufen Kleinigkeiten", so Jäger, die dazu führen, dass Fahrzeuge aus dem Betrieb rausgenommen werden müssten. "Und das behindert wiederum das Karussell, weil wir dann weniger Fahrzeuge haben, die wir einsetzen können." Deshalb seien die kurzen Taktzeiten der Bahn oft nicht einzuhalten, so Jäger.

Man arbeite aber intensiv mit den Zulieferern und Herstellern an einer Lösung aller Probleme. Der Anspruch der Stadtwerke sei, "dass es quasi keine Ausfälle bei der Schwebebahn gibt."

Betriebssystem erstmals in Gebrauch

Das neue Betriebssystem soll den Bahnbetrieb sicherer machen. Es sorge u.a. dafür dass nicht mehrere Züge gleichzeitig auf dem gleichen Streckenabschnitt unterwegs sind, so die Stadtwerke.

Die WSW sind nach eigenen Angaben weltweit das erste Verkehrsunternehmen überhaupt, das mit diesem System arbeitet - noch vor der Deutschen Bahn, für deren Hochgeschwindigkeitszüge es hauptsächlich gedacht sei.

Stand: 10.10.2019, 10:07