Die Wuppertaler Schwebebahn hat eine neue Leitstelle

Ein Großraumbüro mit vielen Bildschirmen

Die Wuppertaler Schwebebahn hat eine neue Leitstelle

  • Digitale Leitstelle in Betrieb
  • Echtzeit-Kontrolle jeder Bahn
  • 20 Millionen Euro Investition

Die Schwebebahn hat seit Montag (2.9.2019) ein neues Herz. Als um 5:12 Uhr die erste Schwebebahn aus dem Depot fuhr, gab es in der neuen Leitstelle Applaus. "Es war wie bei der ersten Mondlandung", beschreibt eine Mitarbeiterin die Stimmung. Tatsächlich war es für die Schwebebahn das größte Update der Betriebstechnik seit knapp 120 Jahren.

Topmoderne Leitstelle

Schon rein äußerlich wirkt die Nahverkehrs-Leitstelle topmodern: Auf 20 großen Monitoren an der Frontwand verfolgen die Mitarbeiter die Videokameras an Schwebebahnhöfen und Bushaltestellen im Wuppertaler Stadtgebiet. An den Arbeitsplätzen werden die aktuellen Fahrdaten auf einer Vielzahl von Computermonitoren angezeigt.

Live-Daten auf jeder Bahn

Schwebebahn Ampel

Die Schwebebahnen sind in Echtzeit mit der Leitstelle gekoppelt. Jederzeit sind die exakte Position, die Geschwindigkeit und andere Betriebszustände ablesbar. So können die Fahrzeiten sekundengenau berechnet werden.

Steuerung des 2-Minutentakts

Außerdem können die Schwebebahnen später in kürzeren Abständen fahren. Bisher durfte eine Bahn aus Sicherheitsgründen erst losfahren, wenn die Bahn davor den nächsten Bahnhof verlassen hatte. So soll künftig der 2-Minutentakt möglich werden.

Alte Leitstellentechnik museumsreif

Die alte Leitstelle der Schwebebahn

Der bisherige Leitstand am Döppersberg ist außer Betrieb. Der Technik sieht man ihr Alter an: Die Relaistechnik ist etwa 60 Jahre alt – das gesamte System ist sogar seit dem Bau der Schwebebahn vor rund 120 Jahren nicht verändert worden.

Stand: 02.09.2019, 17:01