Schutzwesten für Krefelder Ordnungsdienst

Ordnungsamt im Einsatz, Symbolbild

Schutzwesten für Krefelder Ordnungsdienst

Von Benjamin Sartory

  • Schutzwesten sind stich- und schussfest
  • Krefelder Konzept für mehr Sicherheit
  • Schutzwesten auch in anderen Städten

Die knapp 30 Außendienstmitarbeiter des Krefelder Ordnungsdienstes bekommen Schutzwesten. Wie die Stadt am Montag (07.01.18) mitteilte, sollen sie gegen Stich- und Schussverletzungen schützen. Demnach wurden die Westen bereits bestellt. Kostenpunkt: Rund 400 Euro pro Stück.

Mehr Aufgaben für Ordnungsdienst

Krefeld hatte erst im vergangenen Jahr einen Maßnahmenkatalog für mehr Sicherheit angekündigt. Unter anderem sollte auch der Ordnungsdienst verstärkt und mehr eingesetzt werden. Seit Sommer betreibt er zum Beispiel eine mobile Wache an einem bekannten Krefelder Brennpunkt – dem Theaterplatz in der Innenstadt.

Künftig sollen die Kollegen auf der Straße also besser geschützt werden. Zumal Gewalt gegen Einsatzkräfte auch in Krefeld ein Thema ist. Im vergangenen Jahr eskalierte zum Beispiel ein Einsatz wegen Ruhestörung. Ein Ordnungsdienst-Mitarbeiter wurde verletzt.

Gewerkschaft rät zur Gefahrenanalyse

Auch in einigen anderen Städten sind die Ordnungsämter mit Schutzwesten ausgestattet. In Düsseldorf zum Beispiel schon seit gut zehn Jahren. Duisburg hat im vergangenen Jahr Westen für die Außendienstler gekauft.

Die zuständige Gewerkschaft Komba findet es gut, wenn Stadtmitarbeiter besser geschützt werden. Sie rät allerdings dazu, vorher eine Gefahrenanalyse zu machen.

Sollten Ordnungsamtsleute künftig so wie mittlerweile häufig schon Polizisten generell mit Schutzwesten rumlaufen, könne das auch als Provokation gewertet werden, so die Gewerkschaft auf WDR-Anfrage.

Stand: 07.01.2019, 15:06

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