Enttäuschte Kölner Jecken nach Absage der Schull- un Veedelszöch

Enttäuschte Kölner Jecken nach Absage der Schull- un Veedelszöch

Große Enttäuschung bei den Kölner Jecken: Kurz vor Beginn wurden die Schull- un Veedelszöch aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Jecke bei den Kölner Schull- un Veedelszoech

Der Veranstalter der Kölner Schull- un Veedelszöch hat den Umzug durch die Innenstadt aus Sicherheitsgründen abgesagt. Die Entscheidung fiel kurz vor dem Start um 10.45 Uhr am Chlodwigplatz.

Der Veranstalter der Kölner Schull- un Veedelszöch hat den Umzug durch die Innenstadt aus Sicherheitsgründen abgesagt. Die Entscheidung fiel kurz vor dem Start um 10.45 Uhr am Chlodwigplatz.

Vor allem für die jüngeren Teilnehmerwar die Absage kurz vor dem Start eine herbe Enttäuschung. Sie wollten bei dem großen Karnevalszug ihre selbstgestalteten Kostüme präsentieren.

Viele der Gruppen hatten sich am Morgen auf der Severinstraße in der Kölner Südstadt aufgestellt, um dann in Richtung Neumarkt zu starten.

Bis kurz vor der Absage war die Stimmung unter den Jecken gut. Mehr als 8.000 Teilnehmer aus 53 Kölner Schulen und 54 Vereinsgruppen aus den Stadtteilen wollten laut Veranstalter durch die Innenstadt ziehen.

Wenige Minuten bevor der Zug sich in Bewegung setzen sollte, kam dann die enttäuschende Absage. "Um alle Teilnehmenden und alle Jecken am Zugweg zu schützen, können die Zöch nicht stattfinden", erklärte die Stadt die Entscheidung.

Rund 250.000 Zuschauer hatten die Veranstalter auch in diesem Jahr an der Zugstrecke erwartet. Auch sie stimmt die Absage traurig.

Immer wieder hatten sich laut Stadt durch den Wind die Verkleidungen an den Tribünen gelöst und so die Zuschauer aber auch die Teilnehmer des Zugs gefährdet. Bis kurz vor der Absage telefonierten die Verantwortlichen an der Zugstrecke.

Nach der Absage machten sich einige der Teilnehmer direkt auf den Heimweg.

Andere zogen gefrustet ihre Kostüme noch vor Ort aus.

Oder blieben zunächst auf der Strecke stehen, wie diese "Uhren", um zu entscheiden, womit sie die nächsten Stunden verbringen wollen.

Wirklich bewusst wurde es vielen Teilnehmern wahrscheinlich erst, als die ersten Mitarbeiter der Straßenreinigung damit anfingen, den Zugweg zu kehren.

Eines hatten alle gemein: Die Enttäuschung stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Ein schwacher Trost: Auch in Vendig wurde der Karneval abgesagt. Dort allerdings nicht wegen Sturmtief "Yulia", sondern weil befürchtet wird, dass sich der Coronavirus weiter ausbreitet.

Stand: 23.02.2020, 12:31 Uhr