"Herausforderung" Distanzunterricht: So gehen drei Schulen damit um

Zwei Erwachsene an einem Tisch, die auf ein Tablet schauen, einer deutet mit dem Finger darauf

"Herausforderung" Distanzunterricht: So gehen drei Schulen damit um

Von Peter Hild

Für den Start des Distanzunterrichts müssen die NRW-Schulen derzeit viele Fragen klären, die Erreichbarkeit aller sicherstellen. Viele fühlen sich aber gut gerüstet.

Die Organisation eines kompletten Distanzunterrichts stellt die NRW-Schulen in diesen Tagen vor Herausforderungen. Von der Kommunikation bis hin zur technischen Ausrüstung müssen viele Dinge geregelt und abgesprochen werden. Wir haben drei Schulleiter und Schulleiterinnen im Rheinland gefragt, wie sie die kommenden Wochen bewältigen wollen:

Bruno von Berg, Schulleiter Albert-Einstein-Gymnasium, Kaarst

"Wir haben in den vergangenen Tagen unsere Serverkapazitäten nochmal erhöht, damit Videokonferenzen und das Hochladen von Aufgaben optimal funktionieren können. Wir haben mit Eltern und Schülern eine Vereinbarung zum Unterricht im Fall einer Schulschließung erarbeitet. Auf unserer digitalen Plattform finden die Schüler in Tabellen genau, wann die nächste Videostunde ist und welche Aufgaben sie bis zu welchem Tag zu erledigen haben", berichtet Bruno von Berg in Kaarst.

"Drei sehr engagierte Kollegen kümmern sich bei uns um die IT-Belange und haben auch Kollegen vor den Ferien nochmal geschult. Von daher schaue ich zuversichtlich auf die nächsten Wochen, auch wenn der Distanzunterricht nur eine vorübergehende Brücke sein kann."

Kirsten Küpper, Schulleiterin St. Peter-Grundschule, Düsseldorf

Eine Frau sitzt am Schreibtisch mit vielen Unterlagen und einem Bildschirm vor sich

Kirsten Küpper

"Es wird bei uns digitale Formen geben, bei den Älteren 2-3 Videostunden in der Woche, in der übrigen Zeit sollen sie selbstständig Aufgaben lösen. Aber längst nicht alle Familien haben die nötige technische Ausstattung, deswegen wird es an der Schule auch eine so genannte Distanzkiste geben, in der Arbeitsblätter abgegeben und abgeholt werden können", erklärt Kirsten Küpper für ihre Düsseldorfer Grundschule.

"Die Kollegen werden auch viel telefonieren, um Kontakt zu den Kindern zu halten. Von einer guten Vorbereitung auf Distanzunterricht sind wir weit entfernt, aber wir geben unser Bestes, was eben personell und technisch möglich ist."

Jürgen Weitz, Schulleiter Dieter-Forte-Gesamtschule, Düsseldorf

Ein Mann sitzt zurück gelehnt auf einem Stuhl an einem Tisch, auf dem mehrere Zettel liegen

Jürgen Weitz

"Da wir immer wieder Quarantänefälle hatten, haben wir inzwischen schon eine gewisse Routine, was Distanzunterricht angeht. Wir wissen, wo die Knackpunkte liegen, zum Beispiel, die Schüler nicht mit Materialien zu überfrachten. Jetzt soll pro Fach und Klasse eine Videokonferenz in der Woche stattfinden, in der Aufgaben besprochen und Fragen geklärt werden sollen."

"Wir konnten allen Schülern, die es brauchten, Tablets ausleihen. Und über die städtische Lernplattform fühlen wir uns, anders als noch im Frühjahr, jetzt besser vorbereitet", erzählt Jürgen Weitz von der Forte-Gesamtschule mit rund 1.300 Schülern.

Stand: 11.01.2021, 06:00