Aachener Richter verhandeln versuchte Schutzgelderpressung

Rotes Backsteingebäube mit einer Hofeinfahrt, davor eine Stele mit der Aufschrift Justizzentrum

Aachener Richter verhandeln versuchte Schutzgelderpressung

  • Rocker-Prozess gegen Mann aus Aachen
  • Versuchte Schutzgelderpressungen in Köln-Chorweiler
  • Urteil wird im März 2019 erwartet

Unter strengen Sicherheitskontrollen hat am Freitag (21.12.2018) ein Rocker-Prozess vor dem Landgericht Aachen begonnen. Angeklagt ist ein Mann aus Aachen wegen versuchter Schutzgelderpressungen und einer Schießerei in Köln.

Es ging am 20. Juni 2018 offenbar um eine versuchte Schutzgeld-Erpressung, die eskalierte. Hauptakteur soll dabei der Angeklagte gewesen sein, ein Rocker aus Aachen.

Opfer ins Bein geschossen

Aachener soll in Köln Mann angeschossen haben

Shisha Bar ist Rockertreff

Vor einer Shisha-Bar soll der heute 40-Jährige mit unbekannten Komplizen den früheren Besitzer des Lokals bedroht, gewürgt und nach einer Rangelei ins Bein geschossen haben. Danach flüchteten die Angreifer in einem Auto. Das schwer verletzte Opfer – ein 28 Jahre alter Kölner - soll dem Wagen noch hinterher geschossen, aber niemanden getroffen haben.

Angeklagter ist verurteilter Mörder

Bereits einen Tag später wurde der Angeklagte festgenommen - ein verurteilter Mörder, der bis September 2017 in der Justizvollzugsanstalt Aachen saß. Aus der Haft heraus soll er ein Chapter der kurdischen Rockergang "Bahoz" in Aachen gegründet und nach seiner Entlassung viele Mitglieder gewonnen haben, steht in der Anklage.

Im März 2018 sollen er und andere Rocker dann erstmals Schutzgeld von einer Shisha-Bar in Köln verlangt haben. Der Besitzer ließ sich nicht einschüchtern und zahlte nicht.

Der Angeklagte schwieg zum Prozessauftakt. Das Urteil des Aachener Landgerichts wird für März 2019 erwartet.

Stand: 21.12.2018, 12:27