Schoeller-Betriebsrat in Hellenthal zu Jobabbau bereit

Ein Schweißer einer Firma schweißt Teile zusammen (Symbolbild).

Schoeller-Betriebsrat in Hellenthal zu Jobabbau bereit

  • Betriebsrät hält 200 Jobs weniger für realistisch
  • Kritik an Informationspolitik der Geschäftsführung
  • Geschäftsführung will verbleibende Jobs sichern

Nach der Ankündigung der Firma Schoeller in Hellenthal etwa 250 Stellen abzubauen, hat sich am Montag (08.04.2019) der Betriebsrat zu Wort gemeldet. Heinz-Bert Weimbs sagte dem WDR, weder die IG Metall noch der Betriebsrat wehrten sich gegen einen Stellenabbau, um den Hersteller von Edelstahlrohren zukunftsfähig zu machen.

Betriebsrat warnt vor kurzfristiger Entlassungswelle

Der Betriebsrat hält eine Reduzierung der Beschäftigtenzahl um bis zu 200 aufgrund des hohen Durchschnittsalters der Belegschaft für realistisch. Das sei innerhalb von fünf Jahren machbar. Dagegen würde eine mögliche kurzfristige Entlassungswelle den Standort gefährden.

Gleichzeitig kritisierte der Betriebsrat die Informationspolitik der Geschäftsführung. Seit Wochen gebe es nur häppchenweise Informationen, wie das Unternehmen umstrukturiert werden solle. Mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft habe bislang niemand gesprochen.

Jobabbau auf Betriebsversammlung angekündigt

Ende März hatte die Geschäftsführung den Mitarbeitern auf einer Betriebsversammlung mitgeteilt, dass ab 2020 voraussichtlich bis zu einem Viertel des Personals abgebaut werden müsse. Zurzeit arbeiten bei Schoeller etwa 1.000 Menschen.

Der Jobabbau sei nötig, damit weiter zu wettbewerbsfähigen Konditionen am Standort Hellenthal produziert werden könne, so die Geschäftsführung. Außerdem sei ein sogenannter Zukunftsbeitrag der Belegschaft erforderlich, um die verbleibenden Arbeitsplätze langfristig zu sichern.

Schoeller-Betriebsrat in Hellenthal zu Jobabbau bereit

00:47 Min. Verfügbar bis 08.04.2020

Stand: 08.04.2019, 13:07