Biss durch Polizeihund: 25.000 Euro Schmerzensgeld

Polizeihund

Biss durch Polizeihund: 25.000 Euro Schmerzensgeld

  • Bissattacke durch einen Diensthund der Bundespolizei
  • Bundesrepublik Deutschland zahlt Schaden
  • Frau erhält knapp 25.000 Euro Schmerzensgeld.

Nach einer Bissattacke durch einen Diensthund der Bundespolizei in Sankt Augustin zahlt die Bundesrepublik Deutschland an die 45-jährige Ehefrau eines Polizeikommissars knapp 25.000 Euro Schmerzensgeld. Auf diesen Vergleich haben sich die Parteien am Montag (20.05.2019) vor dem Bonner Landgericht geeinigt. 

Im Dezember 2015 lebte der belgische Schäferhund im Privathaus der Klägerin. Ihr Ehemann war damals Hundeführer der Bundespolizei und zuständig für das Tier gewesen.

Frau wurde von Bissen entstellt

Nach Angaben der Klägerin war ihr der damals dreijährige Rüde unerwartet ins Gesicht gesprungen als ihr Ehemann bereits im Dienst war. Durch die Bisse wurden der 46-Jährigen Stücke aus Wange und Lippen abgetrennt.

Die Bundesrepublik Deutschland, als Dienstherrin der Bundespolizei, hatte die Haftung zunächst auch anerkannt. Sie hatte der 45-Jährigen, die ursprünglich ein Schmerzensgeld von 50 000 Euro gefordert hatte, freiwillig 12 500 Euro bezahlt. Das war der Klägerin zu wenig, daher zog sie vor Gericht. Der Diensthund war bereits eine Stunde nach dem Vorfall eingeschläfert worden. 

Stand: 20.05.2019, 14:13