Gemüsebauern mit schlechter Erntebilanz

Das Bild zeigt Kartoffeln auf einem Feld und einen Traktor im Hintergrund.

Gemüsebauern mit schlechter Erntebilanz

Von Stephan Kern

  • Schlechter Sommer für Erntebilanz der Gemüsebauern
  • Künstliche Bewässerung hat Schlimmeres verhindert
  • Erzeuger profitieren kaum vom Preisanstieg
  • Wegen Trockenheit auch Aufgabe von Gemüsefeldern

Die Erntebilanz der Gemüsebauern fällt in diesem Jahr sehr schlecht aus. Hitze und Trockenheit haben den Bauern zu schaffen gemacht. Alle Betriebe mussten künstlich bewässern.

Um die Trockenheit zu bekämpfen, mussten alle Betriebe in diesem Jahr sehr viel Arbeit und Energie in die künstliche Bewässerung stecken. "Viele Betriebe haben Tag und Nacht bewässert, aber trotzdem mussten Felder aufgegeben werden, da das Wasser nicht gereicht hat", erzählt Peter Muß vom Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer.

Hohe Kosten durch künstliche Beregnung

Schlechter Sommer für Gemüsebauern im Rheinland sorgt für Probleme

Auch bewässerte Felder schützen nicht vollständig vor Sommerhitze.

Die Kosten für die künstliche Bewässerung hätten bei vielen Betrieben im fünfstelligen Bereich gelegen. Die Mehrzahl der fast 600 Gemüsebauern im Rheinland sei auf den Kosten sitzen geblieben. Zwar habe der Handel höhere Gemüsepreise verlangt, davon sei bei den Erzeugern aber nicht viel angekommen, beklagt sich Peter Muß.

Besonders der Kartoffelanbau hätte unter der Trockenheit gelitten. "Da wo Kartoffeln nicht beregnet werden konnten, wurde nichts mehr aus der Ernte", so auch Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Gutes Jahr für Baumobstbauern

Auch Salate, Kohlarten und alle Wurzelgemüsearten, wie Spargel und Möhren hätten unter der Hitze zu leiden gehabt. Weiniger schlecht sei die Ernte bei Gemüsesorten wie Paprika, Tomaten und Gurken gewesen, da sie in der Regel unter Glas angebaut werden und weniger witterungsabhängig sind.

Kaum gelitten unter der Trockenheit hätten die rheinischen Obstbauern: Die Apfelernte war ertragreicher als 2017 und bei Pflaumen und Kirschen sogar rekordverdächtig.

Stand: 26.09.2018, 10:17