Rangeleien am Bonner Hauptbahnhof zwischen Rechten und Linken

Polizisten umringen Gruppe von Menschen auf einem Bahngleis

Rangeleien am Bonner Hauptbahnhof zwischen Rechten und Linken

  • Rechte und linken Gruppen geraten aneinander
  • Verfolgungsjagden quer über die Gleise
  • Polizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs

Drei Wochen nach einer Massenschlägerei zwischen rechten und linken Gruppen am Bonner Hauptbahnhof gibt das Innenministerium am Dienstag (10.12.2019) den Auslöser der Ausschreitungen bekannt.

Laut Innenministerium wollten zwölf Männer einer rechten Gruppierung am Samstag (16.11.2019) in Bonn umsteigen und landeten in einem Zug mit mehr als 100 Linken. "Hierbei kam es zu Provokationen und zu einer anschließenden körperlichen Auseinandersetzung zwischen circa 80 Personen", erklärte das Ministerium.

Massenschlägerei am Hauptbahnhof Bonn

WDR Studios NRW 17.11.2019 00:18 Min. Verfügbar bis 17.11.2020 WDR Online

Demos in Remagen

In Remagen in Rheinland-Pfalz hatte es zuvor eine Rechten-Demo mit mehr als 100 Teilnehmern gegeben - bis zu 900 Gegendemonstranten protestierten dagegen. Als gegen 18 Uhr eine Regionalbahn aus Remagen in Bonn ankam, gerieten die Gruppen im Hauptbahnhof aneinander.

Die Polizei beschreibt turbulente Szenen im Bahnhof: Demnach hatten sich die beteiligten Gruppen quer über die Gleise verfolgt. "Wir haben Personen kontrolliert und ihre Personalien aufgenommen. Mit Hilfe von Videoaufnahmen werden sie möglichen Straftaten zugeordnet, um Verfahren einleiten zu können", sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag (17.11.2019).

Kurzeitige Sperrung des Bahnhofs

Die Bundes- und Landespolizei waren mit zahlreichen Kräften vor Ort, um die Lage zu beruhigen. Der Bahnhof wurde für kurze Zeit gesperrt.

Nachdem die Polizei mit einem Großaufgebot am Bonner Hauptbahnhof eingreifen musste, werten die Ermittler jetzt Videos aus. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs.

Stand: 10.12.2019, 11:41