Chempark Currenta

Nach Currenta-Explosion: Schadstoffanalysen im Wasserwerk Leverkusen

Stand: 10.01.2022, 07:56 Uhr

Im Wasserwerk in Leverkusen-Rheindorf sollen Fachleute am Montag das Trinkwasser auf giftige Chemikalien überprüfen, die aus dem Abwasser des Chemieparkbetreibers Currenta stammen.

Von Oliver Köhler

Recherchen der Lokalzeit hatten aufgedeckt, dass Currenta nach der Explosion in der Sonderabfallverbrennungsanlage mehr als zehn Millionen Liter belastetes Wasser in den Rhein geleitet hat. Ein Teil des Leverkusener Trinkwassers stammt aus Brunnen in unmittelbarer Nähe des Rheins.

Bisher haben die Betreiber des Wasserwerks in Rheindorf das Trinkwasser nicht auf Insektengifte überprüft. Currenta hat nach der Explosion aber mehrere solcher Gifte in den Rhein geleitet. Die Suche nach diesen speziellen Stoffen im Trinkwasser sei laut Trinkwasserverordnung aber nicht vorgesehen, erklärte ein Sprecher des Leverkusener Wasserversorgers.

Weil Bürger sich Sorgen machen, wolle das Unternehmen jetzt aber sichergehen, dass keine schädlichen Chemikalien von Currenta ins Trinkwasser gelangt sind.

Weitere Themen