RWTH entwickelt spezielle Drohnen für Rettungseinsätze

Drohne mit Kamera über einem Feld

RWTH entwickelt spezielle Drohnen für Rettungseinsätze

  • Drohnen fliegen vollautomatisch
  • Arbeit von Feuerwehr und Rettungskräften soll deutlich erleichtert werden
  • Erster Groß-Versuch im kommenden Jahr

Durch Drohnen könnte die Arbeit der Feuerwehr bei Rettungseinsätzen künftig deutlich erleichtert werden. Forscher des Instituts für Flugsystemdynamik der RWTH arbeiten nach eigenen Angaben von Dienstag (05.03.2019) daran, eine Drohne zu entwickeln, die vollautomatisch fliegt und Rettungskräften am Einsatzort Bilder liefert, noch bevor sie selbst vor Ort sind.

Mit Kameras und Infrarot

Die Drohne wird vermutlich etwas anders aussehen, als man es von den meisten Geräten dieser Art bisher kennt. Details wollen die Forscher aber noch nicht verraten. Die Drohne orientiert sich mit Hilfe eines Satellitennavigationssystems und ist mit Kameras ausgestattet. Dank Infrarotsensoren kann sie auch nachts eingesetzt werden.

Verletzte schneller finden

Die Drohne wird so gebaut, dass sie fast alles selbst erledigen kann. Bei einem Notruf braucht ein Feuerwehrmann in der Zentrale nur ein Tablet in die Hand zu nehmen und der Drohne die Koordinaten des Einsatzortes anzugeben. Das Fluggerät fliegt dann sofort zum Unfallort und kann von dort unverzüglich Bilder liefern, während die Feuerwehrleute noch unterwegs sind. Sie können dann einen Brand schon einschätzen, bevor sie selbst vor Ort sind. Auch Verletzte, so hoffen, die Forscher, könnten die Rettungskräfte so schneller finden.

Erster Groß-Versuch im kommenden Jahr

Für diese Einsätze muss das Fluggerät so sicher wie möglich sein, da es auch über bewohntem Gebiet fliegen wird. Zudem muss die Software der Drohne so ausgefeilt sein, dass sie auch anderen Fluggeräten - wie zum Beispiel einem Hubschrauber - selbstständig ausweichen kann. Wie gut sie funktioniert, kann die neu entwickelte Drohne schon im kommenden Jahr beweisen. Dann wollen die Wissenschaftler des Instituts für Flugsystemdynamik sie in Aachen in einem Groß-Versuch mit Feuerwehr und Rettungskräften erstmals unter realistischen Bedingungen testen.

Stand: 07.03.2019, 12:02