RWE fordert Schadenersatz von Aktivisten

RWE fordert Schadenersatz von Aktivisten

Der Energiekonzern RWE fordert mehr als zwei Millionen Euro Schadenersatz von mehreren Umweltaktivisten. Sie sollen das Kraftwerk Weisweiler lahmgelegt haben.

Der Energiekonzern RWE will sich gerichtlich Schadensersatz von Umweltaktivisten erstreiten. Dazu hat das Unternehmen eine Schadenersatzklage am Aachener Landgericht eingereicht, wie ein RWE-Sprecher am Montag (18.02.2019) einen Bericht der "Aachener Zeitung" bestätigte.

RWE musste Strom ankaufen

Im November 2017 hatten Aktivisten die Bunkeranlage und Förderanlagen des Kraftwerks Weisweiler blockiert. Der Energiekonzern musste daraufhin drei der vier Kraftwerksblöcke vom Netz nehmen und den dadurch ausgefallenen Strom ankaufen.

Klage gegen sechs Beschuldigte

An der Aktion sollen 14 Braunkohlegegner beteiligt gewesen sein, von denen sechs Beschuldigte identifiziert werden konnten. Gegen diese sechs richten sich nun die Forderungen von RWE.

Stand: 18.02.2019, 19:50

Kommentare zum Thema

4 Kommentare

  • 4 Paul 19.02.2019, 16:32 Uhr

    "Wer gegen Gesetze verstößt" Laut dem etwas ausführlicheren Artikel in den Aachener Nachrichten gibt es nur ein Strafverfahren gegen 4 der 6. Demnach haben 2 dann wohl gegen kein Gesetz verstoßen. Ob die anderen 4 dies getan haben, wird sich im noch ausstehenden Prozess zeigen. Bis zu einer Verurteilung sind auch diese als unschuldig anzusehen. Demnach ist ihre Aussage nachweislich in 33% falsch und bei den anderen 66% stritig oder ausstehend. Die Forderung gegen alle Sechs ist jedenfalls Bullshit.

  • 3 Karla Blau 19.02.2019, 16:12 Uhr

    RWE fordert ohne Unterlass. Seit Wochen fordert RWE Entschädigungen in Milliardenhöhe, weil nun früher aus der Braunkohle ausgestiegen werden soll. Dabei belegen mehrere Gutachten, dass dem Konzern dafür keine Entschädigung zusteht. Wir Steuerzahler bzw. Stromkunden zahlen bereits für den durch die Braunkohleverstromung häufig produzierten Stromüberschuss, damit uns die Nachbarländer diesen Strom abnehmen. Wir zahlen auch mit unserer Gesundheit u. manche sogar mit ihrem Leben, weil allein die vier großen RWE-Braunkohlenkraftwerke im Rheinland jährlich etwa 1.473 Tonnen der gesundheitsschädlichen Feinstaub-Partikel emittieren. Dazu kommen ca. 1.500 Kilogramm des Nervengifts Quecksilber u. ein Mix aus Cadmium, Arsen, Blei, Zink, Schwefeldioxid, Stickoxiden u. anderen Schadstoffen. Wer wird in den nächsten Jahrzehnten für die horrenden Schäden zahlen, die durch den Braunkohlentagebau entstanden sind und noch immer angerichtet werden? Diese Ewigkeitskosten werden ein Fass ohne Boden!

    Antworten (1)
    • Michael 19.02.2019, 19:29 Uhr

      Lustisch ist das auch irgendwie zu belegen außer mit grünen bezahlten Studien

  • 2 Micha Schmitz 19.02.2019, 15:55 Uhr

    Das ist legitim und meines Erachtens auch konsequent. Wer gegen Gestze verstößt muss eben die Konsequenzen tragen. Das gilt für uns alle. Es wäre auch mal ein Zeichen Richtung Aktivisten , dass Protest Grenzen hat deren Überschreiten mit persönlichen Konsquenzen einhergeht! Den Kommentar vom „Energieexperten„ des WDR kann ich darum überhaupt nicht verstehen!

  • 1 dingdong 19.02.2019, 15:03 Uhr

    wozu !!!! ett is wie ett is et deht sich nix an de driss