RWE gibt Firmenzentrale in Köln-Lindenthal auf

Das Kraftwerk Bergheim-Niederaußem von RWE.

RWE gibt Firmenzentrale in Köln-Lindenthal auf

Der Energiekonzern RWE schließt spätestens in drei Jahren seine Kölner Verwaltung. Die 700 Mitarbeiter werden auf andere Standorte im Rheinischen Braunkohlerevier verteilt, unter anderem nach Bergheim-Niederaußem.

Der Grund für die Verlagerung der Verwaltung sei der bevorstehende Kohleausstieg bis 2038 und der damit verbundene Stellenabbau in der Braunkohle, sagte ein Unternehmenssprecher. Alleine bis 2030 sollen im Rheinischen Revier bis zu 6.000 Stellen abgebaut werden.

RWE hat das Gebäude bereits an ein Konsortium zweier Immobilienfirmen in Hamburg und Berlin verkauft. Über den Verkaufspreis machen die Beteiligten keine Angaben.

Das Konsortium will das im Kölner Stadtwald gelegene Bürogebäude umbauen und in Wohnungen umgestalten. Allerdings gebe es noch keine konkreten Pläne, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. 400 Wohnungen könnten im Grünen entstehen.

Seniorenwohnungen im Stadtwald

In den kommenden Wochen werde es Gespräche mit der Stadt Köln geben und die konkreten Möglichkeiten zum Umbau abgestimmt. In einem Teil des Gebäudes sollen auch sogenannte Service-Wohnungen, speziell für Senioren, fertiggestellt werden.

Ende der 1970er Jahre hatte RWE seine Zentrale direkt in den Stadtwald gegenüber der Belgischen Kaserne an der Dürener Straße gebaut. Von hier steuert RWE bislang seine Arbeit in den Braunkohletagebauen, den Kraftwerken und Veredelungsbetrieben. Zu Spitzenzeiten arbeiteten hier bis zu 1.200 Menschen.

Stand: 18.08.2021, 14:04