RWE will Grundwasser weiter absenken

Der Hambacher Wald am Tagebau

RWE will Grundwasser weiter absenken

  • Grundwasserspiegel im Tagebau Hambach betroffen
  • Millionen Kubikmeter Wasser sollen entzogen werden
  • RWE stellt Antrag bei Bezirksregierung Arnsberg
  • Umweltverträglichkeit muss nun geprüft werden

RWE will für den Braunkohletagebau Hambach weiter den Grundwasserspiegel absenken. Der Konzern hat bei der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg einen entsprechenden Antrag gestellt.

Auswirkungen auf Hambacher Forst?

Dabei stellt sich die Frage, wie sich eine weitere Senkung des Grundwasserspiegels auf den Hambacher Wald auswirken würde. Wie ein RWE-Sprecher am Mittwoch (26.06.2019) erklärte, sieht der Konzern - im Gegensatz zu Umweltverbänden - keine Gefahr für den Wald. Er werde nicht mit Grundwasser gespeist und nicht austrocknen.

Der Hambacher Forst ist zu einem Symbol geworden für die Auseinandersetzung um die Braunkohle. Die Berliner Kohlekommission hatte den Wunsch geäußert, dass das Waldgebiet erhalten bleibt.

Neue Erlaubnis soll bis 2030 gehen

Die beantragte, neue wasserrechtliche Erlaubnis soll bis 2030 laufen. Mehrere Millionen Kubikmeter Wasser sollen dem Boden in den nächsten Jahren entzogen werden. Das Abpumpen von Grundwasser, so RWE am Mittwoch, sei auch dann notwendig, wenn der Tagebau früher beendet werde.

Die Bezirksregierung Arnsberg wird nun eine Umweltverträglichkeitsprüfung in Auftrag geben.

Stand: 26.06.2019, 15:40