Auf dem Bild sieht man einen Jugendlichen der geimpft wird.

Nach Stiko-Impfempfehlung: Run auf rheinische Kinderärzte

Stand: 17.08.2021, 11:07 Uhr

Bei den Kinder- und Jugendarztpraxen steht das Telefon nicht mehr still. Grund ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, auch Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren gegen Corona zu impfen.

Der Anrufbeantworter sei voll, das E-Mail-Postfach auch, sagt Dr. Axel Gerschlauer, Kinderarzt aus Bonn. In seiner Praxis wollen immer mehr Eltern ihre Kinder gegen Corona impfen lassen. "Wir stehen vor einer Mammutaufgabe", sagt Gerschlauer, der auch Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein ist.

Stiko-Impfempfehlung für Kinder pusht Anfragen

Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission, kurz Stiko, sei die Unsicherheit endlich verschwunden, ergänzt der Bonner Kinderarzt. Doch er und seine Kolleginnen und Kollegen wissen noch nicht, wie sie das alles stemmen sollen.

Impfzentren sollen offen bleiben

Axel Gerschlauer hat für sich entschieden. Er wird längere Sprechzeiten anbieten. Geimpft werde auch samstags. Viele Kinder- und Jugendarztpraxen im Rheinland würden dies auch so machen. Sorgen bereiten ihm jedoch die Gegenden im Rheinland, in denen - im Gegensatz zu Köln und Bonn - ein Mangel an Haus- und Kinderärzten herrsche.

Schnelle Immunisierung durch offene Impfzentren

Deshalb fordert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein alle Städte und Kreise auf, ihre  Impfzentren weiterhin geöffnet zu halten. Nur so könne die Corona-Immunisierung der 12- bis 17-Jährigen rasch erfolgen.