Angeln (nicht nur) am Blausteinsee boomt

Angler im Blausteinsee

Angeln (nicht nur) am Blausteinsee boomt

Von Ingo Wagner

Seit es wegen Corona zahlreiche Einschränkungen gibt, entdecken viele eines der ältesten Hobbys überhaupt für sich: das Angeln. Die Anglervereine in der Aachener Region verzeichnen eine hohe Nachfrage.

„Hier am Blausteinsee ist man an der frischen Luft, es gibt keine Beschränkungen, weil man nicht in großen Gruppen zusammen angelt", sagt Hans-Ulrich Tiepelt, selbst seit vielen Jahren Angler, Fischereiberater der Städteregion und Pächter des Blausteinsees. „Das ist das ideale Freizeitvergnügen in der Pandemie.“

Hindernisse für Neulinge

Derzeit sieht man viele Angler an den Seen und Flüssen der Region. Aber es sind keine Neulinge. Auch wenn sich Anglervereine wie der ASV Blausteinsee derzeit vor Anfragen von Interessierten kaum retten können: In der Pandemie gibt es keine Ausbildung und auch keine entsprechenden Prüfungen für neue Angler. Allein in der Städteregion stehen deshalb rund 200 Interessenten auf der Warteliste.

Erfahrene Angler üben ihr Hobby wieder häufiger aus

So sieht man zum Beispiel am Eschweiler Blausteinsee vor allem Angler wie Marco Lacks. Der 38-Jährige angelt schon, seit ihn sein Großvater im Alter von sechs Jahren das erste Mal mitgenommen hat. Und jetzt in der Pandemie, bei all den Beschränkungen für andere Freizeitbeschäftigungen, übt er sein Hobby wieder intensiver aus. „Wir Menschen sind eben immer noch ein bisschen Jäger und Sammler“, sagt er. „Für viele Menschen ist das immer noch ein Urinstinkt. Sobald da ein Fisch an der Leine zappelt, freut man sich.“

Die Ruhe in der Natur genießen

Im Eschweiler Blausteinsee werden vor allem Fische wie Rotaugen, Brassen, aber auch Raubfische wie Hechte und Barsche gefangen. Neben dem reinen Fangerlebnis suchen viele Angler aber vor allem die Ruhe und das beschauliche Erlebnis beim Alleinsein mit der Natur. Ein Erfahrung, die viele Neulinge leider erst machen können, wenn die Pandemie vorbei ist.

Stand: 01.04.2021, 17:52