Stadt Aachen lehnt Kunstpreisträger ab

Das Aachener Rathaus

Stadt Aachen lehnt Kunstpreisträger ab

  • Antisemitismus-Vorwürfe gegen Preisträger
  • Anhänger der israel-kritischen BDS-Bewegung?
  • Rückzug der Stadt Aachen vom Kunstpreis

Die Stadt Aachen zieht sich nach eigenen Angaben vom Montag (30.09.2019) aus der Verleihung des diesjährigen Kunstpreises zurück. Grund sind Antisemitismus-Vorwürfe gegen den libanesisch-amerikanischen Künstler Walid Raad. Die Stadt wirft ihm vor, der BDS-Bewegung nahezustehen, die einen Boykott Israels unterstützt.

Oberbürgermeister Marcel Philipp erklärte, die Stadt habe entsprechende Hinweise erhalten und sich schriftlich direkt an Walid Raad gewandt. Es sei darum gegangen, seine Position zur BDS-Bewegung zu klären. Darauf angesprochen, habe sich Raad nicht ausreichend von der vom NRW-Landtag als antisemitisch eingestuften Bewegung distanziert.

Deshalb ziehe die Stadt sich aus der für den 13. Oktober geplanten Verleihung zurück, so Philipp. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von einem Verein gestiftet. Der will nach eigenen Angaben am Dienstag (01.10.2019) in einer Sitzung über den Rückzug der Stadt sprechen.

Stadt Aachen lehnt Kunstpreisträger ab

00:25 Min. Verfügbar bis 30.09.2020

Stand: 30.09.2019, 18:17