Der Rückbau des Schachtturms Rossenray in Bildern

Der Rückbau des Schachtturms Rossenray in Bildern

Von Christian Richter

Eine Landmarke des Niederrheins verschwindet: Der Schachtturm Rossenray in Kamp-Lintfort wird seit Dienstag (21.01.2020) zurückgebaut. Bereits im Oktober 2019 wurde die Sieberei abgerissen. Auf dem Gelände sollen Gewerbe- und Industrieflächen entstehen.

Der Schachtturm Rossenray 1 in Kamp-Lintfort, daneben zwei Kräne

1909 begannen hier die ersten Abteufarbeiten, die Schächte wurden angelegt. 2012 wurde das Bergwerk West und damit die Schachtanlage Rossenray endgültig stillgelegt.

1909 begannen hier die ersten Abteufarbeiten, die Schächte wurden angelegt. 2012 wurde das Bergwerk West und damit die Schachtanlage Rossenray endgültig stillgelegt.

Der Diplom-Geologe Michael Otto leitet das einzigartige Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Förderanlage Eine Sprengung hätte sich nicht rentiert, auch die Sicherheits- und Evakuierungsmaßnahmen hätten viel mehr Zeit in Anspruch genommen, so Otto.

Noch bevor der Bagger auf den Turm gehievt wird, fährt der Baggerfahrer in einem sogenannten Mannkorb auf den Turm. Dort steigt er unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in den Bagger um.

Der 26 Tonnen schwere Meißelbagger wird in einem eigens für dieses Projekt angefertigten Stahlkäfig auf den ehemaligen Förderturm gebracht. Dafür muss der Raupenkran viel Kraft und vor allem Gegengewicht aufbringen: er wiegt 600 Tonnen.

Der im Stahlkäfig fixierte Meißelbagger arbeitet sich dann vom Dach des 101 Meter hohen Turms Schritt für Schritt nach unten – er "knabbert" ihn bis auf 70 Meter ab, das Abbruchmaterial soll möglichst nach innen abfallen.

Ist der Schachtturm auf 70 Meter Höhe abgetragen, soll ein Seilbagger den Rest abreißen. Dieser Seilbagger inklusive 3-Tonnen-Abrissbirne steht bereits auf dem Gelände. Der Schachtturm Rossenray soll bis Ende 2020 komplett zurückgebaut sein.

Stand: 21.01.2020, 14:19 Uhr