Krefeld: Produktion der RRX-Züge angelaufen

Noch steht der neue RRX bei Siemens in Krefeld

Krefeld: Produktion der RRX-Züge angelaufen

Von Peter Hild

  • Siemens baut insgesamt 82 neue Züge
  • Betriebsstart für Ende 2018 geplant
  • Mehr Zuverlässigkeit durch wartungsarme Bauteile

Im Siemens-Werk Krefeld werden seit einigen Wochen die ersten Züge für den neuen Rhein-Ruhr-Express (RRX) gebaut. In den kommenden Jahren sollen insgesamt 82 der neuen Modelle in Betrieb gehen. Der Konzern setzt dabei erstmals auf einen komplett digitalen Produktionsablauf, wie in der Automobilindustrie. Der Zug wird demnach Bauteil für Bauteil in aufeinanderfolgenden Stationen zusammengesetzt, was die Produktionszeit optimieren soll.

Erste Züge sollen Ende 2018 in Betrieb gehen

„Derzeit liegen wir pünktlich im Zeitplan“, erklärte am Freitag (31.03.2017) die Siemens-Verantwortliche Sabrina Soussan. Ab Mai seien erste Fahrtests im Werk Wegberg-Wildenrath geplant, so Soussan. Die ersten Züge sollen dann im Dezember 2018 im regulären Betrieb eingesetzt werden.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek beim Werksbesuch

Die neuen Züge sollen für die Reisenden deutlich komfortabler werden. „Der RRX wird mehr Platz bieten, schneller unterwegs sein und dazu WLAN-Empfang bieten“, betonte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek bei einem Werksbesuch. Die geplanten Strecken für den RRX müssen jedoch vielerorts noch ausgebaut werden, bis der angestrebte 15-Minuten-Takt zwischen Köln und Dortmund erreicht werden kann.

RRX-Betreiber hoffen auf bessere Verfügbarkeit

Der Zweckverband der regionalen NRW-Verkehrsverbünde setzt auf eine höhere Zuverlässigkeit der RRX-Züge. Denn Siemens ist nicht nur für den Bau, sondern in den nächsten 30 Jahren auch für die Wartung der Züge verantwortlich. „Dadurch können wir bereits bei der Produktion wartungsarme Bauteile verwenden“, erklärt Siemens-Vertreterin Soussan. Durch moderne Diagnosesysteme könnten mögliche Probleme schon vor dem Auftreten behoben werden, so dass nahezu alle Züge über eine Dauer von rund 30 Jahren für den Betrieb genutzt werden können.

Stand: 31.03.2017, 15:31