Hotel-Roomboy bekommt 20.000 Euro

Eine Reinigungskraft räumt ein Hotelzimmer auf

Hotel-Roomboy bekommt 20.000 Euro

  • Hotel-Roomboy erstreitet Lohnnachzahlung von 20.000 €
  • Arbeitgeber hatte nur Hälfte der Arbeitszeit abgerechnet
  • Ob Kläger Geld bekommt, ist fraglich

Im Streit um unkorrekte Lohnabrechnungen hat ein sogenannter Hotel-Roomboy gegen seinen Arbeitgeber gewonnen. Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf sprach dem 50-jährigen Spanier jetzt über 20.000 Euro an vorenthaltenem Lohn zu, die ihm ein Hoteldienstleister nun zahlen muss.

Das Gericht glaubte dem 50-Jährigen. Er hatte angegeben, von November 2015 bis Juni 2016 für knapp fünf Euro pro Stunde Hotelzimmer und Suiten gereinigt zu haben. Die Stundenzettel habe er seinem Chef vorab blanko unterschreiben müssen, so der Kläger.

Nur Hälfte der Arbeitszeit abgerechnet

Der Personalvermittler habe ihm zwar offiziell den Mindestlohn gezahlt. Er rechnete aber nur die Hälfte der bis zu 240 Arbeitsstunden pro Monat ab. Ob der Roomboy wirklich sein Geld bekommt, ist fraglich. Sein Ex-Chef soll mittlerweile pleite sein und seine Firma aufgelöst haben. Eine Revision hat das Düsseldorfer Gericht nicht zugelassen.

Stand: 09.05.2018, 12:21