Immer noch Aufräumarbeiten nach Tornado

Förster Wolfgang Klubert und Karl von Magoldt begutachten die Freifläche

Immer noch Aufräumarbeiten nach Tornado

Von Birgitta Bäck

  • Tornadoschäden im Wald beseitigt
  • 2021 sollen neue Bäume gepflanzt werden
  • Rat in Roetgen will Spendengelder bald verteilen

Gut ein halbes Jahr nach dem Tornado in Roetgen sind die Aufräumarbeiten im Wald weit fortgeschritten. Auf der riesigen Freifläche von 35 Hektar werden aber jetzt noch keine neuen Bäume gepflanzt. Das ist erst ab 2021 geplant.

Klimawandel im Blick

Der Grund: Die Bäume am Rand der Tornadoschneise werden später gefällt, erst danach wird entschieden, welche Arten neu angepflanzt werden. Die neuen Bäume sollen dem Klimawandel bestmöglich standhalten können.

Hausschäden nach Tornado in Roetgen

Der Tornado verwüstete insgesamt 35 Häuser

Weil Rotwild besonders gern an frisch nachgepflanzten Bäumen frisst, soll im Vorfeld der Pflanzungen in dem Bereich verstärkt gejagt werden. Außerdem sollen Wildwiesen angelegt werden, damit die Tiere dort ihr Futter finden können.

Beschädigte Dächer

Auch in der Gemeinde hatte der Tornado verheerende Schäden angerichtet. 35 Häuser wurden im März teils schwer beschädigt, fünf Menschen verletzt.

Inzwischen sind zwar viele Hausdächer neu gedeckt worden, es gibt aber immer noch einige, an denen gearbeitet werden muss. Ein Wohnhaus muss Mitte September sogar komplett abgerissen werden.

Spenden müssen noch verteilt werden

Um den Betroffenen zu helfen, haben zahlreiche Menschen gespendet - insgesamt 19.000 Euro. Der Rat der Gemeinde muss entscheiden, wer welche Summe bekommt. Da die Versicherungen bereits bezahlt hätten, haben einige Hausbesitzer angekündigt, das Geld spenden zu wollen.

Stand: 28.08.2019, 15:18

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