Nach Sanierung: Röntgens Geburtshaus wird eingeweiht

Remscheid:Röntgen-Geburtshaus vor der Wiedereröffnung Lokalzeit Bergisches Land 21.01.2020 02:29 Min. Verfügbar bis 21.01.2021 WDR Von Annika Knebel

Nach Sanierung: Röntgens Geburtshaus wird eingeweiht

Von Annika Knebel

  • Geburtshaus in Remscheid fast fertig renoviert
  • Vorbereitungen auf Röntgens Doppeljubiläum
  • Alles mit Spenden und Zuschüssen finanziert

Das Geburtshaus von Wilhelm Conrad Röntgen im Remscheid wurde acht Jahre lang aufwändig saniert und wird Ende März, zu Röntgens 175. Geburtstag, eingeweiht. Außerdem jährt sich zum 125. Mal seine Entdeckung der Röntgenstrahlen. Gründe genug für die Deutsche Röntgengesellschaft, ihren Pionier ausgiebig zu feiern.

Büste von Wilhelm Conrad Röntgen

Schon seit knapp einem Jahr können Besucher bereits auf der unteren Etage des Geburtshauses eine Ausstellung über Wilhelm Conrad Röntgen sehen. Hier wird der Mensch Röntgen gezeigt, es gibt eine Auswahl besonderer Dokumente, Urkunden und Briefe. Im Röntgenmuseum dagegen wird insbesondere Röntgens Entdeckung der X-Strahlen und deren Auswirkungen auf unser Leben gezeigt.

Konferenz- und Tagungsräume

Ganz im Sinne Röntgens wird im Geburtshaus der wissenschaftliche Austausch ermöglicht. Das Obergeschoss des Hauses kann für Konferenzen und Tagungen genutzt. Die Räume verfügen über modernste Technik- und Medienausstattung. Im Obergeschoss gibt es ein Appartment, das Wissenschaftlern und Jungforschern zur Verfügung steht.

Busch und Architektin im Gespräch

"Es ist toll, dass es über die Deutsche Röntgengesellschaft geklappt hat, dieses Haus zu einem Schmuckstück Lenneps werden zu lassen", sagt Museumsdirektor Uwe Busch stolz. Ende März gibt es zahlreiche Veranstaltungen zu Ehren von Wilhelm Conrad Röntgen. Ein Geburtstagskonzert der Bergischen Symphoniker, die Verleihung der Röntgenplakette, Experimente und natürlich die Eröffnung.

Kosten von mehr als 1,3 Millionen Euro

Zwei Handwerker kümmern sich um den neuen Holzboden im Röntgenhaus

In dem kleinen Fachwerkhaus am Gänsemarkt 1 in Remscheid-Lennep wurde der Wissenschaftler Wilhelm Conrad Röntgen im jahr 1845 geboren. 2011 kaufte die Deutsche Röntgengesellschaft das Haus; seitdem wird es umgebaut. Die Restaurierung wurde ausschließlich durch Spenden und Zuschüsse finanziert. Mehr als 1,3 Millionen Euro hat das bis heute gekostet. Die einzelnen Gewerke sind anspruchsvoll ausgeführt, wie zum Beispiel der traditionelle Lehmputz an Decken und Wänden oder die Eichenfenster.

Stand: 21.01.2020, 12:40

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