Römische Wasserleitung für das Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen

Römische Wasserleitung für Würselener Schule 03:17 Min. Verfügbar bis 12.09.2020

Römische Wasserleitung für das Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen

Geschichte zum Anfassen: Das Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen besitzt seit Donnerstag (12.09.2019) ein Stück einer römischen Wasserleitung. Das archäologische Fundstück steht jetzt auf dem Schulhof.

Große Aufregung am Morgen: Schüler und Lehrer standen erwartungsvoll vor dem Schulgebäude. Der Unterricht fand ausnahmsweise draußen statt. Ob es am gemeinschaftlichen Event lag, an der unterrichtsfreien Zeit oder tatsächlich an der römischen Wasserleitung, alle waren völlig aus dem Häuschen.

Lange Vorbereitungen

Kein Wunder, denn zwei Jahre lang haben Latein-, Geschichts- und Archäologielehrer um das antike Teilstück gebuhlt, Spendengelder eingetrieben und vorbereitet. Kurz nach 11:00 Uhr traf es in Würselen ein.

5 Tonnen auf dem Tieflader

Ein Aachener Transportunternehmen hatte den Transport übernommen. Mit einem Spezialkran wurde die Wasserleitung vorsichtig auf den LKW gehoben. Schweres Gut ist für die Firma keine Seltenheit. Aber ein Teil römischer Geschichte ist dann doch etwas Besonderes.

Archäologischer Schatz thront auf Betonsockel

Zunächst musste das fünf Tonnen schwere Stück auf dem Hof des Ausbildungszentrums der Kölner Handwerkskammer verladen werden. Dann ging es über die Autobahn Richtung Würselen. Nach dreieinhalb Stunden thronte der archäologische Schatz dann auf einem Betonsockel auf dem Gelände des Gymnasiums - unter dem Applaus der vielen Zuschauer.

Römisches Know How erstaunt Fachleute

Wie viel Mühe, Arbeit und Können in dem Fund steckt, haben auch die Auszubildenden der Handwerkskammer bestaunt. Sie hatten die Teilstücke der römischen Wasserleitung, von denen es insgesamt rund 20 gibt, mit viel Mühe restauriert.

Entdeckung bei Köln

Viele Jahre lagen die Stücke 3 Meter 50 tief in der Erde. Erst vor drei Jahren wurden sie entdeckt, als eine Umgehungsstraße bei Köln gebaut wurde. Die Stücke sind übrigens alle schon vergeben: Regionale Wasserversorger, Museen, Kommunen sind die anderen Abnehmer.

Stand: 12.09.2019, 20:15