Spuren der Römer am Rhein

Spuren der Römer am Rhein

Die Römer siedelten überall entlang des Rheins. Von Bonn im Süden Nordrhein-Westfalens bis nach Xanten können wir auf ihren Spuren wandeln.

Entdeckte ehemalige Römersiedlung am Bundeshaus Bonn

In Bonn wurden unmittelbar vor dem alten Bundestag im Jahr 2006 die Überreste einer römischen Siedlung mit massiven Steinbauten und Straßen freigelegt.

In Bonn wurden unmittelbar vor dem alten Bundestag im Jahr 2006 die Überreste einer römischen Siedlung mit massiven Steinbauten und Straßen freigelegt.

Die Römer identifizierten sich so sehr mit der Region, dass sie sich sogar hier haben bestatten lassen, wie diese Nachgüsse römischer Grabsteine in den Rheinauen bei Bonn zeigen.

Die illuminierten Reste des antiken Prätoriums in Köln. Das Prätorium war der Sitz des römischen Stadthalters. Mit ursprünglich 34 Hektar Grundfläche gehörte es zu den größten Bauwerken in Niedergermanien.

Der Wachturm gehört zur ehemaligen römischen Befestigungsanlage des Niedergermanischen Limes und steht im Neusser Stadtteil Grimlinghausen.

Die Agrippastraße war eine der wichtigsten Handelsrouten der Römer in Germanien. Einst zog sie sich von Trier bis nach Köln. Auch heute noch können wir viele Teilstücke der ehemaligen Römerstraße begehen.

In Monheim steht das Haus Bürgel. Die mittelalterliche Anlage basiert im Grundriss auf einer ehemaligen römischen Militärfestung und beherbergt heute u.a. ein römisches Museum.

Und auch etwas abseits des Rheins lassen sich Spuren der Römer finden. Im Kreis Recklinghausen stehen mehrere römische Militäranlagen. Das Römermuseum in Haltern zeigt einen Nachbau einer Festungsanlage, die von den Römern nach der Varusschlacht allerdings wieder verlassen wurde.

Die Tongefäße wurden in der römischen Siedlung Asciburgium im heutigen Moers-Asberg gefunden. Die Ausstellungsstücke können im Niederrheinischen Landschaftsmuseum Burg Linn in Krefeld begutachtet werden.

Der Hafentempel im Archäologischen Park in Xanten. Da der "alte" Rhein damals noch unmittelbar an der Römersiedlung vorbeiführte, konnten Reisende, die sich über den Fluss der Siedlung näherten, den beeindruckenden Bau schon von Weitem sehen.

Die Gebäude im Römischen Reich waren keineswegs in klassischem Weiß gehalten, wie der Anschein es vermag. Die Römer mochten es ausgesprochen bunt, wie die Nachbildung eines Säulenkapitels im LVR Archäologischen Park Xanten beweist.

Die Rekonstruktion des imposanten Nordtores der ehemaligen Römersiedlung "Colonia Ulpia" auf dem Gelände des heutigen LVR Archäologischen Parks Xanten. Der Park gilt als bedeutenste archäologische Grabungsstätte nördlich der Alpen.

Stand: 09.01.2020, 12:53 Uhr