Roboter arbeitet in Düsseldorfer Bibliothek

Düsseldorf: Roboter in xder Stadtbücherei

Roboter arbeitet in Düsseldorfer Bibliothek

Von Meriem Benslim

  • Roboter arbeitet als "Bibliothekar"
  • "Pepper" soll Besuchern Fragen beantworten
  • Mitarbeiter sollen entlastet, nicht ersetzt werden

Roboter "Pepper" arbeitet seit Mittwoch (16.10.2019) in der Zentralbibliothek in Düsseldorf. Er hat große leuchtende Kulleraugen und ist ungefähr so groß wie ein Schulkind. Er kann sprechen, hören und mit seinen Händen gestikulieren.

Außerdem hat er mehrere Kameras und Mikrofone. Dadurch kann er sich in Echtzeit mit Besuchern unterhalten. "Hallo, schön dich zu sehen", sagt "Pepper". "Ich kann dir zum Beispiel zeigen, wie die Rückgabe funktioniert."

Erster menschenähnlicher Roboter in Bibliothek

"Pepper" trägt ein Tablet auf seiner Brust. Dort kann er den Besuchern zum Beispiel Videos zeigen. Er ist der erste menschenähnliche Roboter in einer Bibliothek in NRW. In einem Seniorenheim in Plettenberg wird er seit zwei Jahren eingesetzt, um die Bewohner zu unterhalten.

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Er soll den Besuchern im Eingangsbereich wichtige Service-Fragen beantworten. "Wir wollen testen, ob das eine Lösung in umfangreichen Zeiten sein kann, um das Bibliothekspersonal zu entlasten", so Bibliotheksleiter Stephan Schwering.

"Pepper" lernt ständig dazu

Alle Fragen kann "Pepper" bisher noch nicht beantworten. Aber er lernt ständig dazu. Er ist Teil eines Digitalisierungsprojekts, das vom Landeswissenschaftsministerium gefördert wurde, erzählt Schwering: "Das Gesamtprojekt hat einen Umfang von 58.000 Euro."

Besucher bleiben staunend stehen

Da Geld scheint zumindest am ersten Arbeitstag gut investiert zu sein. Viele Besucher bleiben staunend neben Pepper stehen. Sprechen ihn an, machen Fotos von ihm. Vor allem Kinder gehen direkt auf ihn zu, berühren seine Hände und seinen Kopf.

Roboter soll Mitarbeiter entlasten

Auch wenn der Roboter in Düsseldorf gut ankommt – er soll keine Mitarbeiter in der Bibliothek ersetzen, sondern das Personal nur entlasten. "In den normalen Öffnungszeiten. Danach muss sein Akku wieder aufgeladen werden", so Schwering.

Stand: 16.10.2019, 16:58

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