Wandriss: Hildener mussten Haus schnell verlassen

Riss in der Hauswand in Hilden

Wandriss: Hildener mussten Haus schnell verlassen

Am Ende musste alles ganz schnell gehen: In kürzester Zeit mussten die Mieter raus aus dem Mehrfamilienhaus in Hilden. Seitdem haben sie keine Wohnungen mehr.

Es passierte vor knapp zwei Wochen - am Freitag, den 13.! An dem Mehrfamilienhaus in Hilden habe sich plötzlich ein Riss in der Außenfassade vergrößert, sagte das Bauamt. Es drohe Einsturzgefahr. Die Mieter wurden aufgefordert, das Haus sofort zu verlassen.

Außenwand in Schieflage

Mittlerweile soll die Außenwand sogar in Schieflage geraten sein. Wie passiert so etwas? Ursache sollen die Stahlstützen einer Glasüberdachung auf einem der Balkone sein, heißt es. Das werde aber noch untersucht.

Bei Freunden untergekommen

Jedenfalls sei die Sicherheit der Bewohner zurzeit nicht gewährleistet, so die Stadt. Deshalb ließ sie das Haus räumen. Die Mieter sind bei Freunden untergekommen.

So auch Anke Petri und ihr Lebensgefährte Uwe Orlwosky. Sie habe seit 8 Jahren in dem Haus gewohnt, sagt Petri. Dann musste sie mehr oder weniger innerhalb von etwa einer Stunde das Wichtigste zusammenraffen.

Schnell noch den Kühlschrank geleert

Anke Petri und Uwe Orlwosky

Anke Petri und Uwe Orlwosky

Was nimmt man da mit? "Kleidung, die wichtigsten Papiere", sagt Petri. Auch den Kühlschrank hätten sie und ihr Lebensgefährte auf die Schnelle noch leergeräumt.

In der Wohnung seien auch noch viele Dinge von ideellem Wert - Fotos und Briefe zum Beispiel. Doch ob die Mieter jemals wieder in die Wohnung dürfen, steht nicht fest. Die Kommunikation mit den Vermietern sei schwierig. Der Schriftverkehr laufe über Anwälte.

Anke Petri und ihr Lebensgefährte Uwe Orlwosky wollen sich jetzt für den Übergang erstmal eine andere Wohnung nehmen.

Stand: 25.11.2020, 18:54

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