Rinderherpes: Aachener Landwirte wehren sich weiter gegen Schlachtung

Schnauze einer Kuh mit Rinderherpes

Rinderherpes: Aachener Landwirte wehren sich weiter gegen Schlachtung

  • Landwirte legen Beschwerde ein
  • Verwaltungsgericht hat Tötung infizierter Rinder beschlossen
  • 700 Rinder sollen geschlachtet werden

Die Landwirte, deren Tiere wegen Rinderherpes getötet werden sollen, haben am Freitag (15.11.2019) Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt. Sie vertraue darauf, dass die Richter dort erkennen, dass es Alternativen zur Tötung gebe, sagte die betroffene Landwirtin Anja Giesen dem WDR.

Verwaltungsgericht hatte Eilanträge gegen Tötung zurückgewiesen

Am Donnerstag (14.11.2019) hatte das Aachener Verwaltungsgericht entschieden, dass die Tötung der Rinder rechtmäßig sei. Eilanträge der Landwirte gegen die Tötungsanordnung wurden damit zurückgewiesen, das Gericht hatte eine Beschwerde aber zugelassen. Die Landwirte kämpfen seit Juli um ihre Tiere.

Rinderherpes soll sich nicht weiter ausbreiten

Oberstes Ziel sei, dass sich Rinderherpes nicht weiter ausbreite und bekämpft werde, hatten die Aachener Richter begründet. Andere Maßnahmen wie Impfungen oder eine dauerhafte Unterbringung in Quarantäne sind dafür laut Gericht nicht geeignet. Insgesamt sind drei Betriebe aus dem Aachener Süden mit insgesamt 700 Rindern von er Infektion betroffen.

Bauernbund schlägt Quarantäne als Alternative vor

Der Bauernbund Brandenburg, der die Bauern in der Region Aachen vertritt, wies in einer Stellungnahme darauf hin, dass die Krankheit für den Menschen ungefährlich sei und im benachbarten Belgien nicht bekämpft werde. An NRW-Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser appellierte der Bauernbund, die Tötung auszusetzen und stattdessen eine fünfjährige Quarantäne zu verhängen.

Stand: 15.11.2019, 16:53