Die "Riesenhöhle" von Engelskirchen

Die "Riesenhöhle" von Engelskirchen

Die Windloch-Höhle im oberbergischen Engelskirchen ist jetzt offiziell eine "Riesenhöhle". Das hat der Arbeitskreis Kluterthöhle (AKKH) am Mittwoch bekanntgegeben.

Im Inneren der Riesenhöhle von Engelskirchen

Von einer Riesenhöhle spricht die Höhlenforschung, wenn Höhlengänge von insgesamt mehr als fünf Kilometern Länge vorhanden sind. Zu den Riesenhöhlen zählen in Deutschland zum Beispiel die Kluterthöhle in Ennepetal und die Atta-Höhle im Sauerland. 

Von einer Riesenhöhle spricht die Höhlenforschung, wenn Höhlengänge von insgesamt mehr als fünf Kilometern Länge vorhanden sind. Zu den Riesenhöhlen zählen in Deutschland zum Beispiel die Kluterthöhle in Ennepetal und die Atta-Höhle im Sauerland. 

In der "Korallenstraße" finden sich 360 Millionen Jahre alte Teile eines Korallenriffs. Hinweis darauf, dass die Gegend um Engelskirchen zu dieser Zeit in den Tropen lag und im Lauf von Millionen Jahren nach Norden gedriftet ist.

Das Windloch gilt nach Atta-Höhle im Sauerland und Kluterthöhle in Ennepetal nun als drittgröße NRW-Höhle und rangiert bundesweit auf Rang 15.

Zeugnis für die erdgeschichtliche Bedeutung der Höhle geben auch diese Fossilien, genannt Crinoidenstielglieder. Andere bizarre Gebilde und Tropfsteine im versteckten Labyrinth sind über Jahrtausende von einem stetigen Luftstrom geformt worden. Daher der Name Windloch.

Durch diesen schmalen Zugang bahnten sich die Forscher den Weg ins Innere. Besucher werden allerdings keinen Zugang bekommen. Der Betrieb einer öffentlich zugänglichen Höhle wäre zu teuer.

Stand: 11.09.2019, 20:36 Uhr