Kölner Landwirte wollen Insekten besser schützen

Mehrere Menschen stehen im Sommer in einer Wiese um ein Insektenhotel herum

Kölner Landwirte wollen Insekten besser schützen

Von Celina de Cuveland

  • Bauern treffen Landwirtschaftsministerin
  • Artenschutz muss noch besser werden
  • Deutlich weniger Fluginsekten als 1989

Die Landwirte aus Köln und Umgebung wollen mehr für den Schutz von Insekten tun. Deshalb haben sie am Freitagmittag (31.05.2019) in Köln mit der Landwirtschaftsministerin gesprochen.

Blühflächen reichen noch nicht aus

Zwei Insektenhotels stehen auf einem Holztisch in Köln-Widdersdorf

Mit Insektenhotels wollen die Landwirte den Artenschutz verbessern

Im vergangenen Jahr seien im Rheinland knapp 6.000 Hektar Blühflachen angelegt worden, so der Vorsitzende des Rheinischen Landwirtschaftsverbands. Die Bauer wissen aber, dass das nicht reicht. "Ich könnte bei mir noch weitere Blühstreifen anlegen", zeigt sich ein Landwirt selbstkritisch. "Nur dafür braucht es natürlich auch Förderungen. Der Betrieb muss ja rentabel bleiben."

Insektenhotels sind ein guter Anfang

Bei dem Treffen mit der Umweltministerin Ursula Heinen-Esser in Köln-Widdersdorf wurden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, wie die Landwirte einen Teil zum Schutz der Insekten beitragen können. Eine Möglichkeit sind etwa Insektenhotels, in die beispielsweise Wildbienen oder Schwebfliegen ihre Eier ablegen können. Nach Angaben des NABU gibt es in Nordrhein-Westfalen heute rund 80 Prozent weniger Fluginsekten als noch vor 30 Jahren.

Stand: 31.05.2019, 15:29