Rheininsel Nonnenwerth wird verkauft

Ein Schiff das am Rhein angelegt hat, im Hintergrund das andere Ufer.

Rheininsel Nonnenwerth wird verkauft

Von Henning Hübert

  • Inselgrundstück und Klostergebäude wechseln Eigentümer
  • Schulbetrieb soll unverändert weitergehen
  • Alter der Franziskanerinnen Hauptgrund für Verkauf

Die Insel Nonnenwerth im Rhein mit ihrem Gymnasium wird verkauft. Der Schulbetrieb soll aber unverändert weitergehen. Das Inselgymnasium bleibe eine staatlich anerkannte Ersatzschule.

Das teilte die Internationale Schule ISR aus Neuss als neuer Eigentümer am Montag (21.01.2020) mit. Ebenso behalten die auf der Insel lebenden Ordensschwestern ihr Wohnrecht. Derzeit sind es zehn. Allerdings fällt zum 1. August 2020 die kirchliche Trägerschaft weg.

 Gründe für den Verkauf

Hauptgrund für den Verkauf der Insel südlich von Bonn durch die katholische Kirche sei das hohe Alter der Ordensschwestern. Die Franziskanerinnen haben das Traditionsgymnasium in dem Klostergebäude auf der Rheininsel bislang betrieben. Ein weiterer Grund sei der Mangel an Ordensnachwuchs.

 Neuer Träger will Ausstattung verbessern

Nonnenwerth ist nur mit Fähren zu erreichen – von der Remagener und der Bad Honnefer Rheinseite. Zurzeit besuchen rund 700 Schüler und Schülerinnen das G8-Gymnasium im nördlichsten Zipfel von Rheinland-Pfalz. Der neue Träger hat bereits angekündigt, die Ausstattung zu verbessern und langfristig mehr mit Universitäten zu kooperieren.

Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Fähre fällt aus

Unterdessen bleibt der Fährbetrieb zumindest bis diesen Dienstag (21.01.2020) von der linken Rheinseite eingeschränkt. Am Freitag (17.01.2020) gab es einen Feuerwehreinsatz nach Wassereinbruch auf der Fähre, die zwischen Rolandseck und Nonnenwerth pendelt.

Seit Montag müssen die Schüler von der linksrheinischen Seite zuerst die Autofähre nehmen, um dann vom Ableger auf Grafenwerth überzusetzen. Dafür nimmt die Schule in Kauf, dass sie verspätet, also im Verlauf der 1. Stunde im Unterricht eintreffen und bereits nach der 4. Stunde mit der Heimfahrt beginnen. Bis auf weiteres ist es laut einer Information der Schulleiterin dem Grafenwerther Fährmann untersagt, von der Insel aus direkt das linke Rheinufer anzusteuern – aus "schifffahrtstechnischen Genehmigungsgründen", wie es hieß. 

Stand: 21.01.2020, 10:00

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