Historischer Rheingold-Zug fährt "Bergische Runde"

Historischer Rheingold-Zug fährt "Bergische Runde"

Von Klaudia Deus

Im luxuriösen Rheingold-Zug von 1928 von Köln ins Bergische Land: Zur Feier des Brückenfests in Solingen am Wochenende hat der Verein Wupperschiene eine Fahrt mit historischen Waggons und Loks bis über die Müngstener Brücke initiiert.

Mann macht mit Smartphone Fotos von Zug mit Aufschrift "Rheingold"

Es ist die erste Fahrt der alten Loks auf dieser Strecke seit 10 Jahren. Früher wurde die "Bergische Runde" regelmäßig befahren. In der Zwischenzeit wurde die Müngstener Brücke saniert - mit 107 Metern die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands.

Es ist die erste Fahrt der alten Loks auf dieser Strecke seit 10 Jahren. Früher wurde die "Bergische Runde" regelmäßig befahren. In der Zwischenzeit wurde die Müngstener Brücke saniert - mit 107 Metern die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands.

Im Einsatz waren am Wochenende (26./27.10.2019) Waggons aus den 1960er Jahren sowie - als besonders Schmuckstück - Wagen des luxuriösen Rheingold-Zuges von 1928. Der "Rheingold" fuhr früher die Strecke von Amsterdam über das Rheinland zu wechselnden Orten in der Schweiz.

Die Waggons aus den 1920er Jahren waren sofort ausverkauft. In denen aus den 1960ern konnten Fahrgäste noch spontan mitreisen. Am Bahnsteig standen viel aber auch nur zum Gucken und Staunen.

Die alte Diesellok am Wuppertaler Hauptbahnhof. Sie ist etwa 60 Jahre alt. Man hört, wenn der Zug bremst und manchmal riecht man es auch. Da schlagen die Herzen von Bahnfans höher.

Hier wird alles noch von Hand geregelt: Die alte Diesellok gehört dem Verein Wupperschiene e.V.. Wilfried Müller ist Vereinsmitglied, aber natürlich auch ausgebildeter Lokführer. Diese Strecke im Bergischen hat es in sich, sagt er.

Der Verein Wupperschiene e.V. - hier vorne im Bild Florian Günter - erhält die denkmalgeschützten Züge und die alte Eisenbahnstrecke "Wuppertalbahn", die als Denkmal der Industriegeschichte im oberen Tal der Wupper anerkannt ist.

Im Inneren des "Rheingold Express" wurde noch viel Holz verarbeitet. Der Erhalt der denkmalgeschützten Fahrzeuge ist sehr teuer. Wupperschiene e.V. finanziert sich aus Spenden und Fördermitteln. Erst vor ein paar Tagen gab es 41.000 Euro vom Land NRW.

So bequeme und vor allem tiptop gepflegte Waggons - hier gibt es sie noch. Dank der fleißigen Denkmalschützer von Wupperschiene e.V.

Stand: 27.10.2019, 17:18 Uhr