Krefeld: Rheinbrücke für Lastwagen gesperrt

Krefeld: Rheinbrücke für Lastwagen gesperrt

  • Schäden an Krefelder Rheinbrücke
  • Sperrung für Lastwagen
  • Sanierungsdauer noch nicht bekannt

Ab Freitag (13.09.2019) wird die Rheinbrücke der B288 bei Krefeld-Uerdingen für den Lkw-Verkehr ab 7,5 Tonnen gesperrt. Ingenieure des Landesbetriebs Straßenbau NRW hatten massive Schäden an der Unterseite der Fahrbahn festgestellt.

Genauer: Die Fugen zwischen den mehr als 20 Meter langen Betonsegmenten, die die Fahrbahn bilden, sind an den Kanten abgesplittert. Die Tragfähigkeit der Fahrbahnplatte sei damit beeinträchtigt, so die Ingenieure. Allerdings könnten die Schäden saniert werden.

Das Verkehrschaos scheint programmiert

Gesperrte Autobahn

Marode Brücken, kaputte Straßen

Ein entsprechender Sanierungsplan soll bis Mitte Oktober erstellt werden. Wie lange die eigentliche Sperrung dann noch dauert, ist aber unklar. Fest steht: Das Verkehrschaos scheint programmiert. Denn die Krefelder Brücke ist eine wichtige Verbindung zwischen dem Hafen und dem Chemiepark auf der anderen Rheinseite - und ab Freitagnachmittag für Lkw gesperrt.

Die müssen dann über die A 40 oder über die Flughafenautobahn A 44 ausweichen. "Das sind Umwege, die sind gewaltig", so Marco Hover vom Verband Verkehrswirtschaft NRW. "Die sind wirtschaftlich nicht gut, aber auch umwelttechnisch eine Katastrophe."

Ausweichstrecke Krefelder Brücke

Hinzu kommt: Zwei Brücken nördlich und südlich der Krefelder Brücke sind schon für Lkw kaum passierbar. Die Leverkusener Brücke wird seit Monaten saniert und ist für Lastwagen gesperrt. Auf der A 40-Brücke bei Duisburg gibt es Kontrollen, die für Staus sorgen. Viele Lastkraftfahrer sind deswegen über Krefeld ausgewichen - bis jetzt.

Droht eine Sperrung auch für Pkw?

Für Pkw-Fahrer ist die Rheinbrücke, die aus dem Jahr 1936 stammt, noch befahrbar. Es sei denn, die Kanten zwischen den Betonsegmenten werden noch mehr in Mitleidenschaft gezogen. Dann, heißt es von Straßen NRW, könnte die Brücke komplett gesperrt werden. Derzeit bestehe aber keine Gefahr.

Stand: 12.09.2019, 21:23